1. FCS Tischtennis: Überzeugende Siege gegen Grenzau und Köln

Es waren keine einfachen Spiele für den 1. FC Saarbrücken Tischtennis. Vor dem Pokalspiel beim 1. FC Köln musste der FCS noch in der Bundesliga in Grenzau antreten. Beide Partien entschieden die Saarbrücker jedoch überzeugend für sich.
Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis hat in den vergangenen Tagen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum er eigentlich zu den Topteams der Bundesliga gehört. Zunächst dominierte das Team um Patrick Franziska in der Liga gegen den TTC Zugbrücke Grenzau, ehe auch im Pokal beim 1. FC Köln ein klarer Erfolg gefeiert wurde.
Fünf Sätze – so lange dauerte es, bis der TTC Zugbrücke Grenzau im Bundesliga-Duell gegen den 1. FC Saarbrücken überhaupt ins Spiel fand. Zuvor hatten die Gäste aus dem Saarland ihre Überlegenheit unmissverständlich demonstriert. Im Auftaktspiel zeigte Eduard Ionescu eine bärenstarke Leistung gegen den jungen Polen Maciej Kubik. Der Saarbrücker, der bislang in der Liga ungeschlagen ist, ließ seinem Gegner keine Chance und siegte souverän in drei Sätzen (11:4, 11:5, 11:4). Im zweiten Einzel schickte sich Patrick Franziska an, nahtlos an die Dominanz seines Teamkollegen anzuknüpfen. Gegen Patrick Baum, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder antrat, präsentierte sich Franziska von Beginn an hochkonzentriert. Schnell lag der Saarländer in Führung (5:1, 8:4) und sicherte sich den ersten Satz mit 11:8. Im zweiten Durchgang erhöhte Franziska sogar noch den Druck und gab nur drei Punkte ab. Baum fand erst im dritten Satz besser ins Spiel, konnte die Partie zwischenzeitlich offen gestalten und führte sogar mit 8:6. Doch auch hier bewies Franziska seine Klasse und holte sich den Satz mit 11:9 – und damit auch den Sieg.
Bereits nach 40 Minuten führten die Gäste aus Saarbrücken mit 2:0, und viele Zuschauer in der Halle mussten fürchten, dass der Tischtennis-Abend ein kurzes Vergnügen bleiben würde. Doch Grenzaus Luka Mladenovic setzte nach der Pause ein Lebenszeichen. Gegen Yuto Muramatsu, der zunächst zu passiv agierte, zeigte Mladenovic eine starke Leistung und holte den ersten Punkt für die Gastgeber mit einem klaren 3:0-Sieg. Die Hoffnungen der Grenzauer auf eine Wende wurden jedoch schnell zunichtegemacht. Im abschließenden Einzel ließ Patrick Franziska auch Maciej Kubik keine Chance und machte mit einem weiteren glatten 3:0-Erfolg den 3:1-Sieg für Saarbrücken perfekt. Der Kapitän zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Es war heute unfassbar wichtig für uns. Wir stehen nicht so überragend da in der Tabelle und wollen unbedingt weiter nach vorne.“ Aktuell belegt Saarbrücken den siebten Tabellenplatz – deutlich unter den eigenen Ansprüchen. „Als wir gesehen haben, dass Luka gegen Yuto spielt, war Yuto erstmal nicht so happy. Es war klar, dass wir in den anderen Spielen richtig Gas geben müssen.“ Und das taten er und Ionescu eindrucksvoll.
Pokalspektakel in Köln
Mit viel Rückenwind reiste der 1. FC Saarbrücken Tischtennis dementsprechend sofort nach Köln, wo das Viertelfinale des Deutschen Tischtennis-Pokals anstand. Schon im Vorfeld hatten die Gastgeber des 1. FC Köln für Aufsehen gesorgt: Mit dem Umzug in die größere Halle des ASV Köln und der Zielsetzung, einen neuen Zuschauerrekord aufzustellen, hatten sie ein echtes Event geplant – und dieses Ziel erreicht. Sage und schreibe 712 Zuschauer fanden den Weg in die Halle, womit der bisherige Rekord von 425 Besuchern deutlich übertroffen wurde.
Im Mittelpunkt des Abends stand zunächst die Partie zwischen Kölns aufstrebendem Talent Andre Bertelsmeier und Saarbrückens Defensivspezialist Yuto Muramatsu. Der Japaner erwischte einen hervorragenden Start und ging schnell mit 2:0 in Führung. Zwar kämpfte sich Bertelsmeier noch einmal zurück und entschied den dritten Satz für sich, doch im vierten Durchgang machte Muramatsu den Sack zu und siegte 3:1. Im zweiten Spiel ließ Darko Jorgic ebenfalls keinen Zweifel an der Favoritenrolle der Saarbrücker aufkommen. Gegen Tobias Hippler dominierte er von Anfang an und sicherte sich einen klaren 3:0-Erfolg. Damit stand es bereits 2:0 für die Gäste, und das Match schien vorzeitig entschieden.
Den Schlusspunkt setzte schließlich Eduard Ionescu, der gegen Florian Cnudde ebenfalls mit 3:0 triumphierte. Zwar zeigte Cnudde phasenweise gute Ansätze, konnte den Saarbrücker jedoch nicht ernsthaft gefährden. Nach der Partie zeigte sich Kölns Bertelsmeier dennoch zufrieden: „Es war zu erwarten, dass wir verlieren, aber vielleicht hätten wir noch ein, zwei Sätze mehr klauen können. Darüber ärgert man sich natürlich. Trotzdem haben wir uns gut verkauft und den Fans hoffentlich etwas geboten.“
Mit dem Sieg in Köln hat sich der 1. FC Saarbrücken erneut für das Final Four des Deutschen Tischtennis-Pokals qualifiziert. Dort gehören die Saarländer zu den Topfavoriten, auch wenn sie in der vergangenen Saison im Finale gegen Borussia Düsseldorf den Kürzeren zogen. Doch diesmal wird der Rekordmeister nicht dabei sein: Düsseldorf scheiterte überraschend bereits im Achtelfinale an Fulda-Maberzell.
Am 26. November wartet in der Bundesliga das nächste Heimspiel gegen Bad Königshofen. Für Saarbrücken bietet sich die Gelegenheit, nicht nur die Tabellensituation zu verbessern, sondern auch die eigenen Fans weiter von der ansteigenden Formkurve zu überzeugen.