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3:1 gegen Bad Königshofen – Saarbrücken gewinnt auch ohne Spitzentrio

Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis hat sein Heimspiel in der Tischtennis-Bundesliga gegen den TSV Bad Königshofen mit 3:1 gewonnen. Ohne Fan Zhendong, Patrick Franziska und Darko Jorgic setzte sich der 1. FCS am Freitagabend durch und festigte mit nun 20:8 Punkten seinen dritten Tabellenplatz. Es war ein Sieg, der vor allem eines zeigte: Saarbrücken verfügt über einen breiten, konkurrenzfähigen Kader.

Die personellen Voraussetzungen waren auf beiden Seiten ungewöhnlich. Saarbrücken musste auf sein komplettes Spitzentrio verzichten, Bad Königshofen ebenfalls auf mehrere Stammkräfte. Für die Gäste kam es dadurch sogar zu einem besonderen Debüt: Hermann Mühlbach rückte aus der zweiten Mannschaft nach und stand erstmals in der TTBL an der Platte. „Ich hatte mich auf Fan Zhendong vorbereitet und ich bin ja kein Profi, da konnte ich mich nicht so schnell auf ein neues Spielsystem einstellen“, sagte Mühlbach nach seinem Einzel bei Dyn. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Nach 15 Jahren zweite Liga, ich bin zweimal Meister gewesen, hat das noch gefehlt. Daher vielen Dank an Bad Königshofen für die Möglichkeit, auch mal in der ersten Liga zum Karriereabschluss zu spielen.“

Sportlich begann der Abend für den 1. FCS mit einer anspruchsvollen Aufgabe. Eduard Ionescu hatte im Auftakteinzel große Probleme mit dem Spiel von Mühlbach. Der Bad Königshofener ging mit 2:0 Sätzen in Führung und stand im dritten Durchgang kurz vor der Überraschung. Ionescu fand jedoch Schritt für Schritt besser in die Partie, stellte sich auf Aufschläge und Rhythmus seines Gegners ein und drehte das Spiel noch. „Ich habe nicht gut begonnen, er hat aber auch besser gespielt, als ich erwartet hatte. Ich war nicht vorbereitet genug. Ich bin glücklich, dass ich das Spiel in meine Richtung ziehen konnte“, sagte Ionescu. Mühlbach selbst ordnete das Ergebnis trotz der Niederlage positiv ein: „Trotz Niederlage war es sehr positiv und hat viel Spaß gemacht.“

Im zweiten Einzel erhöhte Saarbrücken den Druck. Cedric Meissner traf auf Filip Zeljko, und auch diese Partie entwickelte sich zu einem engen Duell. Zeljko brachte seine Aufschläge variabel ins Spiel und hielt die Begegnung lange offen, Meissner passte sich im Verlauf jedoch zunehmend an und setzte sich im fünften Satz deutlich durch. Mit dem 2:0-Zwischenstand verschaffte sich der 1. FCS eine gute Ausgangslage, ohne dass die Partie damit bereits entschieden war.

Nach der Pause meldeten sich die Gäste zurück. Bastian Steger, der im Jahr 2026 bislang ungeschlagen war, bestätigte seine starke Form auch gegen Wang Lichen. Nach 1:2-Satzrückstand drehte der Routinier das Spiel, gewann die letzten beiden Durchgänge und holte den einzigen Punkt für Bad Königshofen. In der TTBL-Rangliste kletterte Steger mit nun 12:4 Siegen vorerst auf Rang drei. Für Saarbrücken bedeutete das: Die Entscheidung war noch offen.

Den Schlusspunkt setzte erneut Ionescu. Im zweiten Einzel gegen Zeljko ließ der Saarbrücker nichts mehr anbrennen und gewann mit 3:1. Es war sein zweiter Punkt des Abends und der entscheidende Zähler zum 3:1-Gesamtsieg. Zwei Punkte durch Ionescu, ein Punkt durch Meissner.

Aus Sicht von Bad Königshofen wurde die Partie im Nachgang als verpasste Möglichkeit eingeordnet. Trotz der Ausfälle auf Saarbrücker Seite gelang es den Gästen nicht, aus den engen Situationen Kapital zu schlagen. Knackpunkte waren vor allem das Auftakteinzel sowie das Meissner-Zeljko-Duell, das im Entscheidungssatz klar an Saarbrücken ging. Dass Steger als einziger Gästespieler punktete, reichte am Ende nicht aus, um den Verlauf noch zu drehen.

Für den 1. FC Saarbrücken Tischtennis war dieser Abend vor allem in einem Punkt aussagekräftig: Auch ohne seine drei Topspieler war die Mannschaft in der Lage, ein Bundesligaspiel kontrolliert zu Ende zu bringen. Ionescu übernahm Verantwortung, Meissner lieferte einen wichtigen Punkt, Wang Lichen forderte den formstarken Steger bis in den fünften Satz. Der Sieg war keine Frage einzelner Namen, sondern der personellen Breite.

In der Tabelle legte der 1. FCS Tischtennis im Kampf um die Play-offs vor. Bad Königshofen musste nach zwei Siegen zum Jahresauftakt die erste Niederlage hinnehmen und rutschte vorerst ans Tabellenende. Für Saarbrücken bleibt festzuhalten: Es war kein besonderer Abend, kein außergewöhnlicher Rahmen, kein großes Narrativ. Es war ein Sieg – und er zeigte, dass dieser Kader auch Ausfälle auffangen kann. Mehr musste er nicht zeigen.

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