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Beeindruckende Entwicklung der SVE im zweiten Jahr – ein Zwischenfazit

Die SV Elversberg geht mit mächtig Aufwind in die letzte Länderspielpause des Jahres. Danach hat es für viele Kritiker vor der Saison nicht ausgesehen – doch wieder hat die SV Elversberg alle eines Besseren belehrt. 

Es ist der Klassiker im Fußball und hat sich schon mehrfach bewahrheitet: das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist das schwierigste. Für viele Mannschaften wird es zur Stolperfalle, doch die SV Elversberg beweist erneut, dass sie eine Ausnahmeerscheinung ist. Nach dem souveränen Klassenerhalt in der Vorsaison zeigt das Team von Trainer Horst Steffen auch im zweiten Jahr in der 2. Bundesliga eine beeindruckende Entwicklung und mischt sogar in der Spitzengruppe der Liga mit. Und das, obwohl die Vorzeichen im Sommer alles andere als günstig schienen.

Der Abgang von Leistungsträgern wie Paul Wanner und Jannik Rochelt hatte die Skeptiker auf den Plan gerufen. Viele bezweifelten, ob die Elversberger nach einer so starken Debütsaison in der zweiten Liga den Aderlass kompensieren könnten. Doch diese Zweifel erwiesen sich als unbegründet. Die Verantwortlichen um Trainer Horst Steffen und Sportdirektor Nils-Ole Book hatten erneut ein gutes Händchen auf dem Transfermarkt. Es entwickelte sich schnell eine Mannschaft. Mit diesem Teamgeist und einer klaren taktischen Linie kämpft die Mannschaft weiter an der Spitze der 2. Bundesliga. 

Der Saisonstart war ohne Frage holprig: Ein 0:0 in Magdeburg, ein weiteres Unentschieden gegen Köln und eine Niederlage gegen den Karlsruher SC sorgten für Unruhe. Kritiker sahen sich bestätigt – die „Fallhöhe“ nach der Premieren-Saison sei zu groß. Doch das Team ließ sich nicht beirren. Es folgte ein erstes Ausrufezeichen mit einem deutlichen 4:0-Sieg gegen Darmstadt. Dieser Erfolg gab Rückenwind: Punkte gegen Fürth und ein beeindruckender 4:1-Sieg gegen Hertha BSC im Berliner Olympiastadion machten deutlich, dass die Elversberger nicht gewillt sind, sich kleinreden zu lassen. Es war ein Wendepunkt, der durch ein weiteres Highlight veredelt wurde: Im Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern triumphierte die SVE vor heimischem Publikum in der URSAPHARM-Arena. In Münster zeigte das Team dann Moral und holte einen späten Punkt, bevor es wieder ein historisches Heimspiel gab: Mit einem 4:2 wurde der Hamburger SV in die Hansestadt zurückgeschickt. Auch im DFB-Pokal ließ sich das Team nicht hängen. Gegen den Bundesligisten Bayer Leverkusen unterlag Elversberg zwar mit 0:3, doch die Mannschaft präsentierte sich mutig und gut organisiert und kommunizierte die Niederlage in Person von Horst Steffen so gelassen, dass selbst die Niederlage fast wie ein Sieg wirkte. Dass dann eine Niederlage gegen Schlusslicht Regensburg folgte, schien nur eine Randnotiz zu sein. Denn im nächsten Heimspiel gegen Hannover 96 zeigte die Mannschaft eine Leistung, die als eine der besten der letzten Jahre in die Vereinsgeschichte eingehen dürfte und schlug den Tabellenführer mit 3:1. 

Die SV Elversberg bleibt sich treu – und das ist ein Schlüssel zum Erfolg. Ruhe und Kontinuität zeichnen den Verein aus. Die sportliche Leitung hat sich trotz schwieriger Phasen nie von ihrem Kurs abbringen lassen. Trainer Horst Steffen steht für einen klaren Spielstil und eine außergewöhnliche Teamführung. „Jeder gönnt jedem den Erfolg“, war schon im vergangenen Jahr das Motto und gilt auch dieses Jahr. Dieser Zusammenhalt macht die Elversberger zu einer geschlossenen Einheit. Auch der Kader zeigt sich bemerkenswert stabil. Verletzungen von Leistungsträgern wie Fellhauer, Sahin, Schnellbacher oder Le Joncour führten nicht zu Leistungseinbrüchen. Stattdessen zeigten sich die Neuzugänge und andere Spieler bereit, die Verantwortung zu übernehmen.

Zu nennen ist dabei unter anderem Fisnik Asllani. Der Angreifer, der in der Vorsaison bei Austria Wien mit Verletzungen zu kämpfen hatte, explodierte förmlich: Mit sieben Toren und drei Assists ist er einer der herausragenden Spieler der bisherigen Saison. Seine physische Stärke, gepaart mit Technik und Beweglichkeit, bereichert das Elversberger Spiel. Auch Muhamed Damar sorgt für Glanzpunkte. Seine Dynamik und seine technischen Fähigkeiten machen ihn zu einem entscheidenden Faktor in der Offensive. Der 19-jährige Elias Baum hat sich auf der Rechtsverteidigerposition festgespielt und zeigt jetzt schon das Potenzial für höhere Aufgaben. Maximilian Rohr füllte die Lücke in der Innenverteidigung nahtlos, und Lukas Petkov glänzt im Offensivspiel. Frederik Schmahl und Filimon Gerezgiher bringen ebenfalls wichtige Impulse. Einzig Mohammad Mahmoud konnte bislang nicht wie erhofft überzeugen – doch die Saison ist noch lang.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung gibt es ein paar Wermutstropfen. Der Saisonstart war nicht optimal, und gerade die Punktverluste in Münster und gegen Ulm schmerzen, da das Team in diesen Spielen nicht an seine Leistungsgrenze herankam. Mit etwas mehr Konsequenz könnte Elversberg sogar von der Tabellenspitze grüßen. Doch angesichts der Leistung insgesamt bleiben solche Details marginal. Dennoch ist die Euphorie rund um die SV Elversberg ungebrochen. Die Anhänger genießen die märchenhafte Reise ihres Vereins, kleinere Rückschläge werden gelassen hingenommen. Es herrscht ein Gefühl, dass alles möglich ist – und diese Zuversicht überträgt sich auf die Mannschaft. Das Zwischenfazit ist klar: Die SV Elversberg setzt ihre außergewöhnliche Entwicklung fort. Ob die Reise noch höher hinausgeht, bleibt abzuwarten, doch eines steht fest: Dieser Verein hat das Potenzial, weiter für Furore zu sorgen. Das Märchen geht weiter – am besten schon nach der Länderspielpause. Dann geht es zum Tabellendritten nach Düsseldorf. 

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