BIKE AID eröffnet die Saison 2026 in Ruanda – mit dem jüngsten Kader der Teamgeschichte

Für BIKE AID beginnt die neue Saison dort, wo das Team in den vergangenen Jahren regelmäßig starke Auftritte gezeigt hat: bei der Tour du Rwanda. Vom 22. Februar bis 1. März startet das saarländische Continental‑Team in das Etappenrennen der Kategorie UCI 2.1 – das größte Radrennen Afrikas und traditionell der Auftakt in die internationale Rennsaison.
Trainingslager in Aix‑en‑Provence – Feinschliff vor dem ersten großen Einsatz
Im Trainingslager in Aix‑en‑Provence standen in diesen Tagen die letzten Abstimmungen an Material, Abläufen und Form an. Danach geht es direkt weiter nach Ruanda, wo BIKE AID mit einem neu formierten, jungen und internationalen Kader ab Sonntag antritt. Besonders im Fokus standen ursprünglich die beiden afrikanischen Neuzugänge Even Yemane und Nahom Efriem, die in Ruanda ihr Profidebüt im BIKE‑AID‑Trikot geben sollten.
Eine kurzfristige Änderung im Aufgebot musste vor der Abreise vorgenommen werden: Nahom Efriem musste aufgrund eines fehlenden Exit‑Visums der eritreischen Behörden aus dem Ruanda‑Kader gestrichen werden. Für ihn rückt Victor Vidal ins Aufgebot nach. Damit startet BIKE AID mit einer leicht angepassten Besetzung in die Tour du Rwanda.
Das finale Aufgebot für Ruanda umfasst: Victor Vidal (Frankreich), Yoel Habteab (Eritrea), Even Yemane (Eritrea), Baptiste Huyet (Frankreich) und Kapitän Oliver Mattheis (Deutschland).
Efriem hatte bereits bei der WM in Ruanda im vergangenen Jahr für Aufmerksamkeit gesorgt, als er als bestplatzierter afrikanischer Fahrer aller männlichen Altersklassen ins Ziel kam. Wir werden im Verlauf der Saison sicher noch einiges von ihm sehen.
Ein Kader im Umbruch – jung, international und mit starken Wurzeln im Saarland
Zur Saison 2026 umfasst der Profikader 13 Fahrer, darunter acht Neuzugänge. Viele von ihnen kommen direkt aus dem Juniorenbereich und bringen internationale Perspektive ins Team.
Zu den auffälligsten Neuzugängen zählen:
- Joonas Puuraid (Estland) – einer der stärksten Juniorenfahrer seines Jahrgangs in Europa
- Nahom Efriem (Eritrea) – WM‑Überraschung aus Ruanda
- Even Yemane (Eritrea) – ebenfalls mit starkem Entwicklungspotenzial
Aus saarländischer Sicht setzt BIKE AID seine Nachwuchsarbeit konsequent fort: Mit Jakob Lauer rückt nach Máté Balázs ein weiterer Fahrer aus der Region ins Profiteam auf. Lauer gilt als talentierter Klassikerfahrer und bringt Erfahrung aus der Junioren‑Nationalmannschaft mit.
Vom Verein bis zum Profiteam – eine Struktur, die es im deutschen Radsport nur einmal gibt
Die Entwicklungsarbeit bleibt ein zentrales Element der Teamphilosophie. Das U23‑/Development‑Team bildet die direkte Übergangsstufe für junge Fahrer, die an den Profibereich herangeführt werden.
Ein Beispiel dafür ist Elijah Witzack, eines der Aushängeschilder des saarländischen MTB‑Nachwuchses. Er wagt nun den Schritt auf die Straße und startet zunächst im U23‑/Development‑Team, um den Übergang kontrolliert zu gestalten.
Neue Rollen im Team – Mattheis übernimmt Verantwortung
Mit dem personellen Umbruch ergeben sich auch neue Rollen im Team. Oliver Mattheis übernimmt künftig als Kapitän eine zentrale Führungsaufgabe. Vinzent Dorn beendet seine aktive Karriere, bleibt BIKE AID aber im Hintergrund erhalten.
Teamchef Schnapka über den Saisonstart
Teamchef Matthias Schnapka blickt mit Vorfreude auf die kommenden Wochen:
Mit dem bislang jüngsten Kader unserer Teamgeschichte, aber vielleicht auch mit den größten Talenten, können wir den Start in die Saison kaum erwarten. Gleichzeitig ist es wichtig, gerade die Fahrer, die direkt aus dem Juniorenbereich kommen, behutsam aufzubauen und sie nicht mit zu hohen Erwartungen unter Druck zu setzen.
Nach Ruanda: Türkei und Frankreich – der Weg in die europäische Saison
Nach der Tour du Rwanda führt der Rennkalender weiter zur Tour of Antalya in der Türkei, bevor BIKE AID in Frankreich in die europäische Saison einsteigt. Bis Mitte Mai stehen zahlreiche Rennen der UCI‑Kategorien 1.1, 1.2, 2.1 und 2.Pro auf dem Programm – darunter Klassiker wie der Circuit des Ardennes, die Tour of Türkiye und Rund um Köln.
Wir freuen uns auf den Auftakt in Ruanda und wünschen dem Team einen guten Start in die Saison.