BIKE AID startet stark in die Saison

Oliver Mattheis fährt aufs Podium der Tour du Rwanda – BIKE AID gewinnt Mannschaftswertung
Was für ein Drama im Finale des größten Radrennens Afrikas! Oliver Mattheis war nur eine Sekunde davon entfernt, auf dem Podium zu glänzen oder auf den undankbaren vierten Platz abzurutschen. Es wäre ein echter Showdown geworden – doch das Rennen nahm eine unerwartete Wendung.
Über acht intensive Tage führte die Tour du Rwanda (23.02. bis 02.03.2025) die Fahrer durch die majestätischen Berge Ostafrikas. Eine Gesamtdistanz von 839,9 Kilometern musste zurückgelegt werden – und genau diese Herausforderung macht den Profiradsport so spannend: Trotz zahlloser Anstiege, Stürze und Attacken entscheiden am Ende oft nur Bruchteile von Sekunden über Sieg oder Niederlage.
Vor der Schlussetappe lag Oliver Mattheis ganze 12 Sekunden hinter den Führenden in der Gesamtwertung – und sein Vorsprung auf den vierten Platz betrug lediglich eine Sekunde. Der mentale und körperliche Druck, in einem solch harten Rennen, keinen einzigen Fehler zuzulassen, ist kaum in Worte zu fassen. Über acht Tage darf sich ein Profi keinen Moment der Unaufmerksamkeit, keinen Sturz, keinen Augenblick der Schwäche leisten – sonst ist alles verloren.
Tag für Tag wuchs jedoch auch das Selbstvertrauen des gesamten Teams. Zeitweise trug Vinzent Dorn das Bergtrikot, Yoel Habteab sicherte sich auf der dritten Etappe einen beeindruckenden zweiten Platz, und BIKE AID erkämpfte sich immer wieder die Führung in der Mannschaftswertung – und das gegen Pro-Teams mit Millionenbudgets.







Auf der finalen Etappe am Sonntag galt alles auf Angriff. Zu Beginn der Schlussrunde lag Dawit Yemane in einer Spitzengruppe vielversprechend in Führung, löste sich gemeinsam mit einem weiteren Mitstreiter und schien berechtigte Hoffnungen auf den Etappensieg zu hegen. Doch dann kam alles anders: Sturm und Starkregen setzten ein, und die Straßen wurden so schmierig, dass das Rennen aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste.
Damit blieb es in der Gesamtwertung beim Stand vom Vortag – Podiumsplatz für Oliver Mattheis und der verdiente Sieg in der Mannschaftswertung für BIKE AID. Ein starkes Zeichen direkt zu Saisonbeginn im allerersten Rennen.
Team-Inhaber und Mitgründer Matthias Schnapka freut sich über den starken Auftakt seines Teams im „Land der Tausend Hügel“ und sieht die Tour du Rwanda als perfekten Start in eine vielversprechende Saison. Die Leidenschaft und Begeisterung der Fans vor Ort haben das Team beflügelt und motivieren die Sportler, ihre besten Leistungen abzurufen: „Vor allem aber, werden uns die intensiven Eindrücke der Radsport-Begeisterung in Ruanda euphorisch zu den kommenden Rennen tragen. Die einmalige Atmosphäre dieser Rundfahrt zeigt, warum auch Afrika einen festen Platz im internationalen Radsport verdient – für die Menschen vor Ort und für die vielen talentierten Sportler, die auf ihre Chance hoffen und endlich gesehen werden möchten.“
Die einmalige Atmosphäre dieser Rundfahrt zeigt, warum auch Afrika einen festen Platz im internationalen Radsport verdient
Matthias Schnapka, Team-Inhaber
Schnapka betont, dass die Tour du Rwanda nicht nur ein sportliches Highlight ist, sondern auch eine Plattform, um die außergewöhnlichen Talente afrikanischer Radfahrer ins Rampenlicht zu rücken und ihnen die Möglichkeit zu geben, auf der globalen Bühne zu glänzen.“
Das Team BIKE AID blickt nun mit großer Vorfreude auf die kommenden Rennen der Saison, darunter die bevorstehenden Rennen in Griechenland, der Türkei und Frankreich. Mit dem starken Auftakt in Ruanda und der geballten Motivation, die sie aus diesem Erlebnis mitnehmen, ist das Team bestens gerüstet, um weiterhin für Furore zu sorgen und auf den internationalen Radsportbühnen zu glänzen.