Ein Wochenende voller spektakulärem Motorradsport in St. Wendel

Packende Renn-Action begeisterte die Fans bei der ADAC SuperMoto und beim Grand Prix of Germany.
St. Wendel stand vom 16. – 18. August 2024 erneut im Mittelpunkt als Austragungsort der Int. Deutschen SuperMoto Meisterschaft und des WM Laufs Grand Prix of Germany. 7.000 Fans waren über die drei Veranstaltungstage in den Wendelinuspark nach St. Wendel gekommen, um die Besten des SuperMoto-Sports live zu erleben, wie sie in maximaler Schräglage um die Kurven driften, mit waghalsigen Sprüngen durch den Offroad jagen und sich um die beste Position duellieren.
Die Kombination aus ca. einem Drittel Offroad und zwei Dritteln Asphalt ist das, was den Fahrern alles abverlangt und SuperMoto zu einer der spannendsten Motorrad-Rennserien macht. Die Maschinen haben ihren Ursprung bei Enduro- oder Motocross-Motorrädern, sind jedoch mit einer Straßenrennbereifung ausgestattet und speziell auf die Anforderungen der SuperMoto abgestimmt.
S1 Grand Prix of Germany: Weltmeister Schmidt war das Maß aller Dinge
Für die Zuschauer standen die Rennen der Klasse S1 im Mittelpunkt, die als Grand Prix of Germany ausgetragen wurden und zur Weltmeisterschaft zählen. Die Piloten begeisterten das Publikum mit spannenden Battles um den Gesamtsieg und damit auch um die Führung in der SuperMoto-Weltmeisterschaft.
In Rennen 1 am Samstagabend setzte sich der amtierende SuperMoto-Weltmeister Marc Reiner Schmidt (#1) durch, verwies den Italiener Elia Sammartin (#32) und Steve Bonnal (#3) aus Frankreich auf die weiteren Plätze.
Das Superfinale am Sonntagabend war dann auch superspannend: Marc Reiner Schmidt ging von der zweiten Startreihe ins Rennen, schaffte es aber schon in Runde 2, sich an die Spitze des Feldes zu setzen. Diese Führung gab er nicht mehr ab und gewann vor Thomas Chareyre (#4, Frankreich) und Steve Bonnal. Damit vergrößert Marc Reiner Schmidt den Vorsprung in der Weltmeisterschaft auf 36 Zähler zu Thomas Chareyre und führt die Gesamtwertung mit 364 Punkten an.
Der Förderfahrer des ADAC Saarland, Tim Szalai (#13), fuhr in Rennen 1 am Samstag auf Rang 7 und landete im Superfinale auf Rang 10. Als bester Rookie konnte sich Eddy Frech feiern lassen. Er belegte im Samstagsrennen Platz 8 und beim Superfinale wurde er Fünfter.
Int. Deutsche SuperMoto Meisterschaft
Die Läufe der Klassen S2, S3, S4, S5, Youngster und dem Ü40 Cup wurden am gleichen Renn-Wochenende ausgetragen.
In der Klasse Ü40 gab es einen besonderen Gast am Start. Dirk Spaniol, der genau hier vor sieben Jahren sein letztes Rennen in der deutschen Meisterschaft fuhr, feierte in der Ü40-Klasse sein Comeback – und das mit Erfolg. Im ersten Lauf überquerte er als Erster die Ziellinie. Leider musste ihm dieser Sieg aberkannt werden, da er die zweite Linie der End-of-Finish-Zone nicht überquerte. Im zweiten Lauf unterlief ihm dieser Fehler nicht mehr, und er stand zum zweiten Mal ganz oben auf dem Podium.
Im Finale der Klasse S4 war es hingegen Christian Reiß, dem dieser Fehler passierte. Obwohl er sich souverän an der Spitze des Feldes hielt und auch als Erster das Ziel überquerte, ging der Sieg an Nicola Thier.
In der S2-Klasse stand Falk Greiner zweimal ganz oben auf dem Podium und baut damit seinen Vorsprung in der Deutschen Meisterschaft aus.
Die beiden Gewinner der S3-Klasse sind Max Böttcher und Philipp Laupus. In den Rennen gingen beide Male ein Youngster als Erster über die Ziellinie.
Alle Informationen zur Weltmeisterschaft gibt es online auf supermotos1gp.com und zur Int. Deutschen SuperMoto Meisterschaft auf supermotoidm.de