Elversberg mit Rückenwind in die Heimpartie gegen Fürth

Nach dem ersten Sieg im neuen Jahr, den die SV Elversberg vor wenigen Tagen in Darmstadt feiern konnte, will die Mannschaft nun auch vor heimischem Publikum für Euphorie sorgen. Die Gelegenheit dazu bietet sich an diesem Samstag, dem 15. Februar, wenn die SVE in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde auf die SpVgg Greuther Fürth trifft. Der Anpfiff erfolgt um 13.00 Uhr.
Steffen lobt Mentalität seiner Mannschaft
Unabhängig davon, welche Startelf Cheftrainer Horst Steffen gegen die Fürther aufs Feld schicken wird, steht für ihn vor allem ein Aspekt im Fokus: die Einstellung seiner Mannschaft. „Unsere Haltung zum Spiel ist wesentlich, und damit war ich sehr zufrieden – wie wir aufgetreten sind, miteinander waren und auch Zweikämpfe geführt haben“, betonte Steffen mit Blick auf den jüngsten Erfolg in Darmstadt. Allerdings gebe es auch weiterhin Bereiche, in denen Verbesserungspotenzial bestehe. „Es gab natürlich trotzdem auch Dinge, in denen wir uns verbessern können und an denen wir arbeiten, auch jetzt in der Vorbereitung auf das Spiel gegen Fürth. Das wird uns der Gegner auch abverlangen, mit seinen guten Einzelspielern und einer Struktur, die jetzt sehr klar scheint.“
Seit dem Trainerwechsel im vergangenen November hat sich bei der Spielvereinigung einiges getan. „Sie haben ihre Struktur gefunden“, sagt Steffen. Allerdings seien sie flexibel geblieben: „Sie haben aber auch immer wieder Anpassungen und unterschiedliche Positionierungen in ihrem Spiel, die wir beachten müssen. Wir sind darauf gefasst, dass wir das gut verteidigen müssen, wollen aber auch gegen jede Formation unsere Lösungen nach vorne durchbringen.“ Am Ende werde es wieder auf die eigene Leistung ankommen: „Ob das Spiel in unsere Richtung geht oder nicht, entscheidet unter anderem auch wieder unsere eigene Leistung.“
Ob das Spiel in unsere Richtung geht oder nicht, entscheidet unter anderem auch wieder unsere eigene Leistung.
Horst Steffen
Fürth im Aufwind – aber mit Vorsicht
Nach einem schwachen Start ins Jahr mit zwei Niederlagen fand die SpVgg Greuther Fürth zuletzt wieder in die Spur. Die Mannschaft von Jan Siewert konnte im Februar sowohl in Paderborn als auch zu Hause gegen Regensburg mit 2:1 gewinnen. „Es ist ein anderes Stimmungsgefühl da“, stellte der Fürther Coach fest und sprach von einem gestiegenen Selbstvertrauen. Dennoch warnte er davor, sich auf den jüngsten Erfolgen auszuruhen: „Kirche im Dorf lassen. Wir haben noch gar nichts erreicht. Wir haben zwei Siege geholt, aber das war es.“
Trotz der positiven Entwicklung ist die SpVgg noch nicht aus dem Gröbsten heraus. Mit acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz befindet sich das Team zwar derzeit im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, doch in der extrem engen Zweitliga-Saison kann sich das schnell ändern. „Zwei schlechte Spiele, und wir sind wieder mittendrin im Abstiegskampf“, mahnt Siewert. Um dies zu verhindern, gelte es, die gewonnenen Erkenntnisse weiter konsequent umzusetzen: „Wir müssen uns bewusst werden, was wir dafür tun müssen.“
Spielerisch hat sich Fürth in den letzten Wochen weiterentwickelt. Nachdem die Mannschaft gegen Kaiserslautern zwar attraktiven Fußball bot, aber letztlich unterlag, hat sich die Herangehensweise verändert. „Die wichtigste Komponente im Moment für uns ist nicht so dieses Auf-Teufel-Komm-Raus-Spielen und Verspielen, es geht eher darum, das Ergebnis zu ziehen“, erklärte Siewert.
Sein Matchplan für das Spiel in Elversberg ist daher klar: „Wir müssen über den Kampf ins Spiel finden.“ Diese Fußballweisheit ist auf Amateurplätzen ebenso häufig zu hören wie in den Profistadien – und auch Siewert setzt darauf. „Wir müssen uns erstmal reinfinden in das Spiel, den Gegner niederringen und dann spielerische Lösungen finden“, gab er als Marschroute für das Auswärtsspiel vor.
Wir müssen uns erstmal reinfinden in das Spiel, den Gegner niederringen und dann spielerische Lösungen finden.
Jan Siewert, Trainer SpVgg Greuther Fürth
Elversberg konzentriert in die Trainingswoche
Der deutliche 3:0-Erfolg der SVE in Darmstadt sorgte zwar für gute Laune, doch die Mannschaft ist längst wieder im Arbeitsmodus. „Für ein paar Tage war das stimmungserhellend“, räumt Horst Steffen ein, doch das sei nun abgehakt. „Jetzt ist es kein großes Thema mehr. Wir sind mit Konzentration in die neue Woche gegangen. Die Jungs haben intensiv trainiert, sich gefordert und ihre Mitspieler mitgenommen.“
Die Jungs haben intensiv trainiert, sich gefordert und ihre Mitspieler mitgenommen.
Diese fokussierte Einstellung wird auch gegen Fürth gefragt sein. Schließlich erwartet Elversberg eine Mannschaft, die – wie bereits angekündigt – mit viel Einsatz und Kampfgeist agieren wird. Um dem etwas entgegenzusetzen, wird es wichtig sein, die eigene spielerische Linie beizubehalten und sich nicht auf einen reinen Kampfmodus einlassen zu müssen.
Sahin wieder im Training – Baum fraglich
Personell gibt es bei der SVE noch einige offene Fragen. Mittelfeldspieler Semih Sahin, der in Darmstadt krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel, ist wieder ins Training eingestiegen. Ob er jedoch bereits eine Option für das Heimspiel gegen Fürth darstellt, bleibt abzuwarten. Auch bei Elias Baum ist die Situation noch unklar. Der Offensivspieler zog sich in Darmstadt zwar keine schwerwiegendere Verletzung zu, befindet sich aber ebenfalls noch nicht wieder voll im Mannschaftstraining.
Mit Blick auf das kommende Spiel wird es für die SV Elversberg darauf ankommen, die positive Entwicklung fortzusetzen und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die drei Punkte in der URSAPHARM-Arena zu behalten. Die Aufgabe gegen Greuther Fürth wird dabei alles andere als einfach – doch mit der richtigen Einstellung und der nötigen Konsequenz ist für die SVE auch der zweite Sieg des Jahres möglich.