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Es geht wieder los – SVE startet in die neue Saison

Zum Auftakt der Zweitliga-Saison 2025/26 empfängt die SV Elversberg den 1. FC Nürnberg. Mit Neuzugang Lukasz Poreba und einer Vorbereitung, die den Trainer positiv stimmt, kann die dritte Saison in der zweiten Liga starten. 

Am Samstagmittag wird es wieder ernst im Saarland: Die SV Elversberg eröffnet ihre dritte Zweitliga-Saison 2025/26 mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Nach einer sechswöchigen Vorbereitung, durchwachsenem Testspielverlauf, aber gestärkter Teamstruktur geht das Team von Vincent Wagner mit vorsichtigem Optimismus in den ersten Pflichtspieltag. Das Duell gegen die ambitionierten Franken markiert gleich zum Start einen echten Gradmesser – und bringt mit Neuzugang Lukasz Poreba zusätzliche Spannung in den Elversberger Kader.

Nach der Sommerpause kehrt an der Kaiserlinde wieder der Ligabetrieb ein, und nicht nur das Stadion, sondern auch die Erwartungen rund um die Mannschaft füllen sich langsam. „Die sechs Wochen vergingen wie im Flug“, sagte Trainer Vincent Wagner im Vorfeld des Auftaktspiels. Man habe in dieser Zeit eine stetige Entwicklung gesehen, sowohl im spielerischen Bereich als auch im Zusammenhalt des Teams. Trotz einer ausbaufähigen Testspielbilanz – ein Sieg, vier Niederlagen und ein Unentschieden – zeigt sich Wagner zuversichtlich:

Ich bin mit unserer Vorbereitung sehr zufrieden.

Tatsächlich hatte die SVE ein ambitioniertes Vorbereitungsprogramm absolviert. Gegen höherklassige Gegner wie PSV Eindhoven oder die TSG Hoffenheim waren es zwar Niederlagen, doch die Leistungen in Teilen der Spiele stimmen die Verantwortlichen optimistisch. Gerade gegen die Erstligisten habe man gute Phasen gezeigt, betont Wagner, der dem Testcharakter der Spiele nicht zu viel Gewicht beimisst. Ohnehin sei das Ziel der Vorbereitung vor allem gewesen, verletzungsfrei und mit funktionierenden Abläufen in die Saison zu starten – ein Vorhaben, das weitgehend gelungen ist. Lediglich Angreifer Luca Pfeiffer und Mittelfeldspieler Luis Seifert werden den Saisonauftakt verletzungsbedingt verpassen.

Im Fokus des ersten Spieltags steht vor allem eine Personalie: Lukasz Poreba. Der polnische Mittelfeldspieler kam kurz vor dem Saisonstart per Leihe vom Bundesliga-Aufsteiger Hamburger SV ins Saarland – mit Kaufoption. Der 25-Jährige bringt reichlich Erfahrung aus der 2. Bundesliga mit, nachdem er zuletzt zwei Jahre für den HSV aktiv war. Zuvor hatte er in Polen für Zaglebie Lubin 98 Pflichtspiele absolviert und war später nach Frankreich zum RC Lens gewechselt. „Mit der Verpflichtung von Lukasz haben wir weitere Qualität für unser Mittelfeld gewonnen. Er bringt genau die Dynamik, Übersicht und Intensität mit, die wir im Zentrum brauchen“, erklärte Sportvorstand Ole Book zur Verpflichtung. Poreba, der auch 21 Einsätze für Polens U-Nationalmannschaften verzeichnen kann, könnte gegen Nürnberg bereits seine ersten Minuten im neuen Trikot sammeln.

Mit der Verpflichtung von Lukasz haben wir weitere Qualität für unser Mittelfeld gewonnen. Er bringt genau die Dynamik, Übersicht und Intensität mit, die wir im Zentrum brauchen

Die Konkurrenzsituation im zentralen Mittelfeld dürfte durch den Neuzugang noch einmal an Spannung gewinnen. Neben Amara Condé und Carlo Sickinger, die bislang die Nase vorn haben, rückt Poreba als ernsthafte Option in den Fokus. Frederik Schmahl komplettiert den Kreis für die defensiven Positionen. Trainer Wagner betonte bereits in der Vorwoche, dass er keine feste Stammelf sehe und sich die Besetzung je nach Gegner ändern könne. Für Poreba bedeutet das: Schnelles Einfügen und Leistungsnachweise auf hohem Niveau – möglicherweise schon am Samstag.

Der Auftaktgegner aus Nürnberg reist mit Ambitionen und einer ebenfalls spannenden Mischung aus Jugend und Erfahrung an. Miroslav Klose geht in seine zweite Saison beim „Club“ und hat in der Vorbereitung klare Vorstellungen entwickelt. „Es ist grundsätzlich relativ klar, wie sie agieren wollen, aber sie sind in ihrem Spiel sehr flexibel und variabel“, schätzt Wagner den Gegner ein. Auch Klose selbst räumte ein, dass sein Team noch nicht am Leistungslimit angekommen sei: „Ich weiß, dass wir noch nicht da sind, wo wir mit der Mannschaft hinwollen.“ Dennoch wird das Spiel ein erster Härtetest – insbesondere für die vielen jungen Spieler im Nürnberger Kader, deren Entwicklung unter Beobachtung steht.

Zudem bringt Nürnberg ein etabliertes Führungsduo mit nach Elversberg. Innenverteidiger Robin Knoche bleibt Kapitän, unterstützt vom neu bestimmten Vize Fabio Gruber. Beide sollen für Stabilität sorgen – etwas, das dem Club im vergangenen Jahr nicht immer gelang. In der vergangenen Saison hatte Nürnberg keine der beiden Partien gegen Elversberg gewinnen können. Das soll sich ändern: „Jetzt haben wir direkt die Möglichkeit, besser als letztes Jahr zu sein“, so Klose. Der Schlüssel zum Erfolg werde laut Club-Coach im Ballbesitz liegen, um das pressingstarke Spiel der SVE zu unterbinden.

Auf Seiten der Gastgeber herrscht zwar verhaltener Optimismus, doch auch einige Unsicherheiten. Während Torhüter Nicolas Kristof und Kapitän Lukas Pinckert zu den gesetzten Kräften zählen dürften, gibt es ansonsten noch einige offene Fragen. Bambasé Conté konnte beim letzten Test gegen Fortuna Sittard mit zwei Treffern auf sich aufmerksam machen. Er selbst gab sich zurückhaltend: „Die beiden Tore kommen ja nicht wirklich auf mein Konto, da es nur ein Testspiel war.“ Gleichwohl dürfte er sich damit in die Startelf gespielt haben. Ansonsten wird mit Spannung erwartet, wie die erste Elf des neuen Trainers Vincent Wagner zum Saisonstart aussehen wird.

Der Heimvorteil könnte beim Saisonauftakt eine entscheidende Rolle spielen. Die URSAPHARM-Arena ist ausverkauft, die Vorfreude im Umfeld spürbar. „Das ist mit Testspielen nicht zu vergleichen“, sagte Schnellbacher und unterstrich damit die besondere Atmosphäre, die an der Kaiserlinde herrschen dürfte. Für Elversberg, das in seiner dritten Zweitligasaison erneut auf Stabilität und Entwicklung setzt, soll ein gutes Resultat die Grundlage für ein stabiles Auftaktprogramm bilden. Die kommenden Wochen mit Partien gegen Bochum, Kaiserslautern und im DFB-Pokal beim SSV Ulm werden zeigen, ob die SVE erneut ein ernstzunehmender Faktor in der 2. Liga ist.

Doch bevor es an langfristige Prognosen geht, zählt für Wagner und sein Team nur eines: der gelungene Einstieg. „Wir sind gut vorbereitet“, so Torhüter Kristof, „aber es wird mit einer neuen Mannschaft immer spannend, wenn die Saison beginnt.“ Die Richtung ist klar: Punkte sammeln, Selbstvertrauen aufbauen, und mit Neuzugang Poreba möglicherweise neue Impulse im Zentrum setzen. Am Samstag um 13 Uhr fällt der Startschuss – und Elversberg will bereit sein.

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