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Finalniederlage in Köln – doch eine Saison für die Geschichte

Die Füchse Berlin haben das Finale der TruckScout24 EHF Champions League mit 26:32 (12:16) gegen den SC Magdeburg verloren. Auch wenn der frischgebackene Deutsche Meister an diesem Abend nicht seine Top-Leistung abrufen konnte, bleibt festzuhalten: Es war die erfolgreichste Champions-League-Saison der Vereinsgeschichte – gekrönt von einer außergewöhnlichen Mannschaftsleistung, einem historischen Finaleinzug und unvergesslichen Emotionen in Köln.

Das deutsch-deutsche Endspiel in der ausverkauften LANXESS arena versprach ein Handballspektakel – geliefert wurde es, zum Leidwesen der Füchse, vor allem vom SCM, der mit einem überragenden Sergey Hernandez Ferrer zwischen den Pfosten glänzte. Der spanische Keeper brachte die Berliner mit 18 Paraden (Quote: fast 43%) wiederholt zur Verzweiflung. Auf Berliner Seite hielten Mathias Gidsel und Hakun West av Teigum (jeweils 7 Treffer) dagegen – doch es reichte am Ende nicht.

Ein epischer Weg ins Finale

In der mit über 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauften LANXESS arena fand das diesjährige Finalturnier der Machineseeker EHF Champions League statt – ein Handballfest mit internationaler Strahlkraft. Für die Füchse war es der erste Auftritt beim Finalturnier der EHF Champions League in Köln – und sie nutzten ihn, um sich auf der europäischen Spitzenbühne eindrucksvoll zu präsentieren. 

Bereits mit dem überzeugenden Halbfinalsieg gegen HBC Nantes am Samstag (34:24) hatten die Füchse ein Ausrufezeichen gesetzt. Trotz früher Unterzahl nach einer roten Karte für Gidsel dominierte das Team von Jaron Siewert das Geschehen – leidenschaftlich, fokussiert, auf den Punkt. Dass sich das Team damit für das prestigeträchtige Finalspiel qualifizierte, war nicht nur historisch, sondern zeugte von unglaublicher Reife und mannschaftlicher Geschlossenheit. Die Teilnahme am TruckScout24 EHF FINAL4 allein war ein Meilenstein.

Das Finale: mit allem, was diesen Sport ausmacht

Die Partie gegen Magdeburg war ein echter Kampf um Europas Krone. Beide Teams begegneten sich mit voller Intensität. Die Füchse erwischten einen ordentlichen Start, gingen durch Nils Lichtlein in Führung und hielten in der Anfangsphase mit starken Aktionen – etwa durch Hakun West av Teigum und Mathias Gidsel – gut mit. Doch im Verlauf der ersten Halbzeit übernahm der SC Magdeburg mehr und mehr das Kommando. Zur Halbzeit lag der SCM mit 12:16 vorn – auch dank starker Abwehrreihen und der überragenden Torwartleistung von Hernandez.

In der zweiten Hälfte versuchten die Berliner alles, um zurückzukommen: starke Paraden von Lasse Ludwig (12 insgesamt), eine kämpferische Schlussphase und sehenswert herausgespielte Treffer hielten die Füchse lange im Spiel. Die Szene der Partie: ein Zauberanspiel von Lichtlein auf Gidsel – Hoffnung keimte kurz auf. Doch das Spielglück war am Ende nicht auf Berliner Seite. Magdeburg setzte sich ab, baute den Vorsprung aus – und feierte schließlich den dritten CL-Titel der Vereinsgeschichte.

Ein Team, das stolz macht

Welthandballer Mathias Gidsel wurde nach dem Spiel zum Topscorer der EHF Champions League Saison 2024/25 ausgezeichnet – mit insgesamt 135 Treffern eine herausragende Einzelleistung, stellvertretend für ein Team, das über Monate hinweg brillierte.

Füchse-Trainer Jaron Siewert zeigte sich realistisch, aber auch voller Anerkennung:

Gratulation an Magdeburg, das war ein verdienter Sieg heute. Ich denke, Sergey Hernandez Ferrer war einer der Hauptgründe dafür. Wir kamen nicht in unseren Flow, nicht ins Tempospiel, haben zu viele Abschlüsse liegen lassen. Aber wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen und stolz auf die Saison zurückblicken

Auch Kapitän Max Darj blickte trotz des Finalergebnisses positiv auf das Erreichte zurück:

Magdeburg hat es heute verdient, weil sie besser waren als wir. Aber wir können unfassbar stolz sein. Wir hatten eine tolle Saison. Es ist gerade schwer, aber wir werden zurückkommen.

Die Krone bleibt zwar (noch) aus – doch Berlin hat sich auf der europäischen Handball-Landkarte eindrucksvoll festgesetzt. Die Füchse haben Europa begeistert – mit Willen, Emotion und Top-Leistung. 

Eine Saison, die bleibt. Deutscher Meister. Vize-Champions-League-Sieger. 

Wir gratulieren zu einer außergewöhnlichen Spielzeit – und freuen uns auf alles, was noch kommt.

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