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Füchse Berlin krönen sich erstmals zum Deutschen Meister

Jubel in der Hauptstadt: Die Füchse Berlin haben am letzten Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga Geschichte geschrieben und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Mit einem 38:33-Erfolg bei den Rhein-Neckar Löwen sicherte sich das Team von Trainer Jaron Siewert die entscheidenden Punkte für den Titel – und ließ sich anschließend von mitgereisten Fans in Mannheim sowie tausenden Anhängern beim Public Viewing in Berlin feiern.

Finale mit Nervenprobe

Die Partie in der ausverkauften SAP Arena begann denkbar ungünstig. Die Gastgeber führten schnell mit 3:0, Berlin kam nur schleppend in Fahrt. Erst Mathias Gidsel erzielte in der dritten Minute das erste Füchse-Tor. Doch auch danach blieb es ein zähes Ringen: Mannheim setzte sich zwischenzeitlich wieder ab, Berlin hielt mit Einzelaktionen und großer Moral dagegen. Wichtige Paraden von Dejan Milosavljev und später Lasse Ludwig hielten die Füchse im Spiel. Zur Pause stand es dennoch 20:17 für die Löwen – defensiv lief bei den Berlinern noch zu wenig zusammen.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich das Gesicht eines Titelanwärters: Angeführt von einem starken Tim Freihöfer (elf Tore) und einem spielfreudigen Gidsel (zehn Treffer) holte sich Berlin den Ausgleich und in der 42. Minute erstmals die Führung. Danach spielten die Füchse mit Tempo, Übersicht und Entschlossenheit. Milosavljev wuchs über sich hinaus, Darj blockte entscheidende Würfe, Prantner traf aus spitzem Winkel. Der Wille zum Titel war greifbar – und mit dem 38:33 endgültig besiegelt.

Meistercoach mit Auszeichnung

Trainer Jaron Siewert hatte sein Team in der Halbzeit klug und ruhig justiert. Wenige Tage zuvor war er von der HBL als „Trainer der Saison“ ausgezeichnet worden – eine Bestätigung für den 31-Jährigen und seine kontinuierliche Aufbauarbeit seit 2020. Siewert hatte die Füchse als damals jüngster Chefcoach der Liga übernommen und sie Schritt für Schritt zu einem Spitzenteam geformt. Die Belohnung: der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte. 

Wie die Mannschaft mit welcher Coolness das zu Ende gespielt hat und am Ende eine Schippe aufs Abwehrspiel draufgelegt hat, das war der ausschlaggebende Faktor

sagte Siewert nach der Partie.

Auch Geschäftsführer Bob Hanning und Sportvorstand Stefan Kretzschmar fanden klare Worte. Hanning sprach in Bildern von „60 Minuten OP der Weisheitszähne ohne Spritze – und in der zweiten Halbzeit war es pure Liebe und Besinnen auf das, was wir können und wofür wir stehen.“

Sportvorstand Stefan Kretzschmar ergänzte:

Meine Gefühlslage ist wie eine Mischung aus Freude, Genugtuung und Erleichterung. Es ist schwer, das im Moment zu fassen. Ich bin ganz ganz stolz auf diese Mannschaft.

Strategie, Geduld und Berliner Identität

Dass dieser Titel weit über den Moment hinausgeht, zeigt sich auch im langfristigen Weg des Vereins. Die Füchse haben über Jahre hinweg auf Nachhaltigkeit, Nachwuchsarbeit und Kontinuität gesetzt – nicht als Schlagwort, sondern als tägliche Praxis. Mit Spielern, die im eigenen System gewachsen sind, mit einem Trainer, der Vertrauen genossen hat, und mit einem klaren Plan, der unabhängig von kurzfristigem Erfolg verfolgt wurde. Dieser Meistertitel ist deshalb auch ein Beleg dafür, dass konsequente Aufbauarbeit im Spitzensport ihren Platz hat.

Feiern mit den Fans – Badeschiff wird zur Partylocation

Direkt nach dem Abpfiff in Mannheim begannen die Feierlichkeiten: Gemeinsam mit ihren Fans jubelte die Mannschaft auf dem Spielfeld, ehe es mit dem Flieger zurück nach Berlin ging. Dort warteten bereits rund 1.500 Anhänger am Badeschiff an der Arena Berlin – genau dort, wo sie das Spiel zuvor beim Public Viewing verfolgt hatten. Auf einer improvisierten Bühne mit DJ, Lichtshow und Sektfontänen wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Geschäftsführer Hanning, Kapitän Drux und Routinier Wiede tanzten gemeinsam mit Fans, Team und Staff. Die Berliner Nacht wurde zur historischen Partynacht.

Nächstes Ziel: Champions-League Final4 in Köln

Lange ausruhen ist nicht drin: Die nächste große Bühne wartet bereits. Am kommenden Samstag (14. Juni), steht in der LANXESS Arena in Köln das EHF Champions-League Final4 an. Die Füchse treffen im Halbfinale auf den HBC Nantes (15:00 Uhr). Im zweiten Halbfinale spielen der Vizemeister SC Magdeburg und der FC Barcelona. Das Finale steigt am Sonntagabend um 18:00 Uhr – oder, im Fall einer Niederlage, das Spiel um Platz drei um 15:00 Uhr.

Für die Berliner bietet sich damit die Chance, einer außergewöhnlichen Saison die europäische Krone aufzusetzen. Mit der Euphorie des ersten Meistertitels im Rücken und dem Vertrauen in die eigene Stärke geht das Team selbstbewusst in das Turnier. Die Mission Köln: ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der Füchse Berlin.

Wir ziehen den Hut vor einer Mannschaft, die mit Spielwitz, Disziplin und Charakter über sich hinausgewachsen ist – und sich einen Platz in den Geschichtsbüchern verdient hat. Der Titel ist ein Moment für die Ewigkeit. Für alle, die dabei waren. Und für alle, die in den vergangenen Jahren daran geglaubt und mitgearbeitet haben.

Wir freuen uns auf alles, was noch kommt und wünschen den Füchsen Berlin viel Glück und Erfolg beim Final4.

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