Hamadeh-Spaniol erobert Gesamtführung der DRM Nationals zurück

Heimspiel in St. Wendel
Zur fünften Runde der Deutschen Rallye Meisterschaft machte der Rallye-Zirkus Station in St. Wendel. Die ADAC Saarland-Pfalz Rallye war für Tarek Hamadeh-Spaniol (Saarbrücken) und Beifahrerin Anna-Lena Mergen (Nohfelden) das Heimspiel der Saison.
Ausgangslage vor der Rallye
Nachdem das saarländische HYLO®-Duo die Führung in der Gesamtwertung der DRM Nationals bei der Rallye Mittelrhein trotz vier von vier möglichen Klassensiegen abgeben musste, war nach Durchsicht der Nennliste bei der Saarland-Pfalz Rallye klar: Die Meisterschaftsführung kann zurückerobert werden.
Relevant für die Punktevergabe in der klassenübergreifenden Meisterschaft ist neben der Platzierung auch die Anzahl der Starter einer Klasse. Die Nennliste zeigte:
- 3 Teilnehmer in der Klasse NC2 (Team Gromöller / Meier)
- 5 Teilnehmer in der Klasse NC4 (Tarek und Anna-Lena)
Beide Teams konnten bisher vier von vier möglichen Klassensiegen einfahren, sodass lediglich die Anzahl der Klassenteilnehmer die hauchdünnen Punkteunterschiede zwischen den beiden Teams an der Spitze der Meisterschaft bestimmt.
Dominanz in der Klasse NC4
Bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye setzte sich von Beginn an das saarländische Duo in ihrem Citroën C2 Challenge an die Spitze der Klasse NC4 und baute den Vorsprung sukzessive aus.
Die Wertungsprüfungen der Freitagsetappe liegen uns besonders gut. Insbesondere auf der Wertungsprüfung (WP) Zauberwald haben wir es in den schnellen Waldpassagen richtig fliegen lassen
zeigte sich Anna-Lena zufrieden.
Beinahe-Unfall mit Folgen
Nachdem in der Klasse NC4 drei Teilnehmer durch Unfälle und technische Defekte ausgefallen waren, hatten Tarek und Anna-Lena vor der letzten WP einen Vorsprung von über fünf Minuten auf das verbliebene zweitplatzierte Team.
„Eine Rallye locker ohne Risiko zu Ende zu fahren ist schwieriger als man denkt. Man fängt an seine Konzentration zu verlieren und dann schleichen sich ganz schnell Fehler ein. Ich war an einer Spitzkehre unaufmerksam und musste einen weiteren Bogen nehmen. Ich bin davon ausgegangen, dass wir mit zwei Rädern durch die Wiese fahren können. Leider hat sich unter dem hohen Gras ein tiefer Graben versteckt, in dem wir uns beinahe festgefahren hatten. Beim Herausfahren haben wir uns leider die rechte Antriebswelle abgerissen. Durch die Differenzialsperre war es uns noch möglich, uns in langsamem Tempo mit einem angetriebenen Rad ins Ziel zu schleppen. Glücklicherweise hatten wir im Voraus den großen Vorsprung herausgefahren, sonst wäre es eng geworden. Wenn man diesen Fehler ausklammert, war es ein tolles Wochenende für uns in der Heimat.“, erklärt Tarek den Zeitverlust auf der letzten WP.
Wenn man diesen Fehler ausklammert, war es ein tolles Wochenende für uns in der Heimat.
Vorteil Hamadeh-Spaniol
Durch den Klassensieg hat sich das Duo nun die Führung in der Gesamtwertung der DRM Nationals zurückerobert. Auch das Team Gromöller / Meier hat seine Klasse gewonnen.
Mit einer Punktedifferenz von nur 0,28 Punkten verspricht das Finale bei der Rallye Stemweder Berg einen spannenden Abschluss einer aufregenden Saison in der Deutschen Rallye Meisterschaft.