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Heimauftakt für die SVE im neuen Jahr

Erstes Heimspiel des Jahres, offene Rechnung aus dem Hinspiel und ein Gegner, der zuletzt defensiv gefordert war: Die SV Elversberg empfängt den VfL Bochum in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde zum ersten Heimauftritt des Jahres.

Das erste Match des Jahres führt die SV Elversberg in eine Partie, die aus mehreren Gründen besondere Aufmerksamkeit verdient. Acht Heimspiele, fünf Siege, drei Unentschieden – im eigenen Stadion ist die SVE in dieser Saison weiterhin ungeschlagen. Nach dem Jahresauftakt in Nürnberg, der mit einer späten 2:3-Niederlage endete, bietet sich nun die Möglichkeit, vor heimischem Publikum wieder anzuschließen. Mit dem VfL Bochum kommt dabei ein Gegner an die Kaiserlinde, der zuletzt viel zugelassen hat, sich seiner Aufgaben jedoch sehr bewusst ist.

Bochum kassierte in den vergangenen beiden Ligaspielen fünf Gegentore. Nach dem 2:2 gegen den Karlsruher SC folgte ein 3:3 gegen den SV Darmstadt 98, in dem die Bochumer trotz eigener Offensivaktionen defensiv mehrfach gefordert waren. Gerade mit Blick auf den Auftritt in Elversberg spielt diese Phase eine Rolle, denn genau dort sieht Bochums Abwehrspieler Maximilian Wittek den entscheidenden Ansatzpunkt. Trotz der personellen Veränderungen bei der SVE rechnet er mit einem intensiven Spiel. „Elversberg hat trotzdem noch eine gute Mannschaft, auch wenn der Top-Torjäger gegangen ist. Sie bleiben ihrem Ansatz treu. Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die auch in der Offensive weiter richtig Qualität hat“, sagte Wittek.

Elversberg hat trotzdem noch eine gute Mannschaft, auch wenn der Top-Torjäger gegangen ist. Sie bleiben ihrem Ansatz treu. Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die auch in der Offensive weiter richtig Qualität hat

Maximilian Wittek

Für den VfL geht es darum, an der eigenen Stabilität zu arbeiten, bevor es gegen eine Mannschaft geht, die im eigenen Stadion bislang kaum Angriffsflächen geboten hat. „Man muss ehrlich sagen, dass Darmstadt vor der Pause noch Chancen hatte, die sie nicht genutzt haben“, erklärte Wittek rückblickend. „Die Wochen zuvor hat es uns ausgezeichnet, dass wir wenig bis nichts zugelassen haben.“ Dass zuletzt mehr zugelassen wurde, sei intern klar angesprochen worden. „Aber klar, wir müssen das auch besser verteidigen. Das sind Dinge, die auch klar angesprochen wurden, an denen wir arbeiten. Ich hoffe, dass wir das in Elversberg besser machen.“

Aus Elversberger Sicht bedeutet das: Bochum reist mit dem klaren Auftrag an, kompakter aufzutreten und nicht erneut früh ins Hintertreffen zu geraten. Gleichzeitig kommt mit Philipp Hofmann ein Spieler an die Kaiserlinde, der in dieser Zweitliga-Saison deutlich präsenter ist als noch im vergangenen Bundesliga-Jahr. Der 32-Jährige kam in der letzten Saison auf 32 Einsätze, drei Tore und vier Vorlagen. Nach dem Abstieg hat er diese Ausbeute bereits nach 17 Spieltagen übertroffen: vier Tore, fünf Assists, zuletzt ein Treffer gegen Darmstadt. Auffällig: Das einzige Spiel, das Hofmann in dieser Zweitliga-Saison verpasste, war ausgerechnet das Hinspiel gegen Elversberg. Beim 2:0-Sieg des VfL stand er zwar im Kader, kam jedoch nicht zum Einsatz.

Am Sonntag dürfte Hofmann nun wieder eine zentrale Rolle übernehmen. Zwar haben sich seine Scores verbessert, Hoffmanns Wert in Bochum geht jedoch darüber hinaus. Er ist der Wandspieler, der Fixpunkt und Kopfballspieler. Nach den torreichen Spielen zuletzt forderte er vor allem Balance. „Wir müssen einfach einen guten Mix finden. Fünf Gegentore in den letzten beiden Spielen waren ärgerlich. Ich glaube aber nicht, dass das mit der Offensive zu tun hat.“ Mit Blick auf Elversberg machte auch er deutlich, was seine Mannschaft erwartet. „Da kommt eine extrem spielstarke Mannschaft auf uns zu. Das Stadion ist klein und unangenehm. Aber gegen Darmstadt haben wir gezeigt, dass wir es mit den Spitzenteams aufnehmen können. Daher fahren wir selbstbewusst nach Elversberg.“

Da kommt eine extrem spielstarke Mannschaft auf uns zu. Das Stadion ist klein und unangenehm

Philipp Hofmann

Für die SVE ist das Rückspiel auch vor dem Hintergrund des Hinspiels besonders. Der 2:0-Erfolg Bochums kam damals unter anderen Voraussetzungen zustande, Elversberg spielte früh in Unterzahl nach einer Roten Karte gegen Jan Gyamerah. Nun trifft man sich erneut, diesmal in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde, wo Elversberg in dieser Saison noch nicht verloren hat und wo die Mannschaft von Vincent Wagner ihre stärksten Auftritte gezeigt hat.

Personell geht Bochum nahezu komplett in diese Partie. Bis auf Stürmer Ibrahim Sissoko, der seine Reha in Paris absolviert, sowie Mittelfeldspieler Matus Bero im Aufbautraining, stehen Trainer Uwe Rösler alle Spieler zur Verfügung. 23 Feldspieler trainierten unter der Woche, auch Gerrit Holtmann ist wieder eine Option. Sechs Bochumer Akteure – darunter Hofmann und Wittek – gehen mit vier Gelben Karten in das Spiel.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt rund um das Spiel auch die personelle Situation auf Elversberger Seite. Im Kader der SVE könnte es in den kommenden Wochen noch Bewegung geben. Stürmer Mohammad Mahmoud, der im Sommer 2024 aus der A-Jugend des VfL Bochum nach Elversberg gewechselt war, kam bislang nicht zum Zug. Nach einer Leihe zur U21 des FC Zürich und Einsätzen für die zweite Mannschaft in der Saarlandliga stand der Angreifer unter Trainer Vincent Wagner bislang kein einziges Mal im Zweitliga-Kader. Laut übereinstimmenden Medienberichten könnte Mahmoud nun vor einem Wechsel nach Ägypten stehen, konkret zum Erstligisten Al-Masry SC. Auch eine Leihe bis zum Saisonende gilt als möglich. Für das Spiel gegen Bochum spielt diese Personalie sportlich zwar keine Rolle, sie unterstreicht jedoch, dass Elversberg seinen Kader weiterhin klar strukturiert hält.

Unabhängig davon richtet sich der Fokus an der Kaiserlinde klar auf den Heimauftritt. Die URSAPHARM-Arena bleibt in dieser Saison ein Faktor, auch abseits des Rasens. Während der Spielbetrieb läuft, schreiten die Arbeiten an der neuen Nordtribüne weiter voran. Künftig sollen dort zusätzliche Plätze entstehen, darunter Businessbereiche und sogenannte Field-Logen auf Spielfeldniveau. Insgesamt soll die Kapazität deutlich steigen, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Für die SVE ist der Umbau Teil einer langfristigen Entwicklung, die parallel zum sportlichen Alltag vorangetrieben wird.

Sportlich bleibt die Ausgangslage übersichtlich. Elversberg ist zu Hause weiter ohne Niederlage, Bochum reist nach zuletzt torreichen Spielen an und weiß um die Bedeutung eines stabilen Auftritts. Beide Mannschaften gehen mit klaren Aufgaben in die Partie. Für die SVE bietet sich im ersten Heimspiel des Jahres die Gelegenheit, die eigene Serie fortzusetzen und auf die Niederlage in Nürnberg zu reagieren. Für Bochum geht es darum, an der Kaiserlinde wieder weniger zuzulassen als zuletzt. Alles Weitere wird auf dem Platz entschieden.

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