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Heißes Duell erwartet: SVE vor Partie in Paderborn

Mit breiter Brust nach Paderborn: SV Elversberg vor Schlüsselspiel im Aufstiegskampf

Nach dem packenden Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf wartet für die SV Elversberg die nächste wegweisende Aufgabe in der 2. Bundesliga. Am 31. Spieltag kommt es zum direkten Duell mit dem SC Paderborn – ein Kräftemessen auf Augenhöhe, das die Ambitionen beider Teams unterstreicht. Die Partie in der Home Deluxe Arena wird am Samstag, dem 26. April, um 13:00 Uhr angepfiffen. Spannung ist garantiert, schließlich treffen der Tabellenvierte und der punktgleiche Fünfte aufeinander. Beide Teams haben den Blick nach oben gerichtet und befinden sich mitten im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga.

„Die Trainingswoche war bisher sehr ordentlich und engagiert. Die Jungs wollen sich wieder gut auf Paderborn vorbereiten – das wird auch notwendig sein“

erklärt SVE-Cheftrainer Horst Steffen vor dem Auswärtsspiel. Dass sein Team gefordert sein wird, zeigt bereits der Blick auf das Hinspiel: Damals musste sich die SVE mit 1:3 geschlagen geben – eine Erfahrung, die durchaus Wirkung hinterlassen hat. Doch gleichzeitig liefert sie auch Motivation, es dieses Mal besser zu machen.

Vielseitige Spielweise als Herausforderung

Der SC Paderborn präsentiert sich unter Trainer Lukas Kwasniok als taktisch flexibel und schwer ausrechenbar. Eine Qualität, die auch Horst Steffen nicht entgeht: „Lukas Kwasniok entwickelt die Mannschaft mit seinem Trainerteam immer weiter und lässt sehr variabel spielen.“ Gerade im Spielaufbau besitze Paderborn eine Vielzahl an Optionen, könne über Standards und Flanken gefährlich werden, aber auch im Mittelfeld mit spielerischer Klasse glänzen. „Es ist eine Aufgabe, die nicht leicht vorzubereiten ist“, betont Steffen.

Hinzu kommt die hohe Intensität, mit der der SCP seine Spiele bestreitet. „Paderborn geht wie wir eine hohe Intensität. Was die Laufleistung und Sprints anbelangt, stehen sie unter den ersten Drei. Es wird eine große Herausforderung sein, das zu verteidigen“, so der Coach weiter. Auch die Defensive der Ostwestfalen wisse zu überzeugen: „Strukturiert, kompakt und gut organisiert“ – das sind die Attribute, die Steffen der Paderborner Abwehr attestiert. Dennoch blickt er optimistisch auf das Duell:

„Beide Mannschaften sind gut unterwegs, stehen zurecht dort, wo sie stehen, und holen aus ihren Möglichkeiten nahezu das Beste heraus. Wir müssen wieder gut sein, um dort zu bestehen, auch die Tagesform wird entscheidend sein.“

Rückkehrer sorgen für Optionen

Personell kann Steffen vor dem Topspiel wieder aus dem Vollen schöpfen – fast. Mit der Rückkehr der zuletzt gelbgesperrten Spieler erhöht sich die Konkurrenzsituation im Kader. Luca Schnellbacher hat nach Verletzungspause das Training wieder aufgenommen, während bei Maximilian Rohr ein Einsatz noch offen ist. Eine erfreuliche Nachricht, die aber auch neue Fragen aufwirft. Denn die Spieler, die zuletzt gegen Düsseldorf in die Startelf gerückt waren, lieferten starke Argumente für weitere Einsätze.

Insbesondere Carlo Sickinger und Manuel Feil machten auf sich aufmerksam. Sickinger, der zuletzt nicht mehr regelmäßig in der Startformation stand, überzeugte nicht nur mit seinem Treffer, sondern wurde auch zum Spieler des Spiels gekürt. Seine Leistungen unterstreichen, dass er trotz Phasen auf der Bank voll fokussiert ist. „Ich habe darauf hingearbeitet, dass ich voll da bin, wenn der Trainer mich braucht“, sagt Feil in aller Bescheidenheit. Auch Sickinger, der in dieser Saison bereits 29 Mal zum Einsatz kam, äußert sich reflektiert: „Wenn man nicht von Beginn an spielt, ist man enttäuscht – das ist ganz normal als Sportler. Das ist schon als kleiner Knirps so, das bekommt man im Alter nicht weg.“

Doch Sickinger stellt das Team klar in den Vordergrund und bringt die starke mannschaftliche Geschlossenheit der Elversberger auf den Punkt: „Man lernt, damit umzugehen, und wenn es in der Mannschaft sehr gut läuft, dann muss man sich auch mal unterordnen, die Leistung von anderen anerkennen – und seine eigene Leistung abrufen, wenn man gefragt ist.“ Worte, die zeigen, wie sehr der Teamgedanke innerhalb der SVE lebt.

Trainer Steffen schätzt diesen Umgang miteinander und die professionelle Einstellung seiner Spieler: „Ja, ich kann jeden Spieler verstehen, wenn er enttäuscht ist. Unsere Aufgabe als Trainerteam ist es zu versuchen, das Beste für die Mannschaft zu entscheiden.“ Und dass dies in dieser Saison vielfach gelungen ist, zeigt der aktuelle Tabellenstand. „Wir haben eine Trainingswoche bis zum Spiel in Paderborn. Bis dahin kann noch viel passieren“, so der Coach weiter – eine Andeutung, dass die Startelf gegen Paderborn noch nicht in Stein gemeißelt ist.

Durchaus denkbar, dass Steffen auf jene Mittelfeldkonstellation setzt, die bereits vor zweieinhalb Wochen beim 6:0-Heimsieg gegen Jahn Regensburg überzeugte: Mit Fellhauer, Sahin und Sickinger gemeinsam im Zentrum. Ob sich dieser Erfolg auch gegen Paderborn wiederholen lässt, bleibt offen – ein Spaziergang wie gegen Regensburg ist jedenfalls nicht zu erwarten.

Respekt auf beiden Seiten

Auch Paderborns Trainer Lukas Kwasniok spart nicht mit Lob für den kommenden Gegner. Zwar merkt er in seiner gewohnt direkten Art an: „Paderborn gegen Elversberg, das klingt nicht so sexy.“ Doch inhaltlich sei das Duell „das Beste, das die 2. Bundesliga aktuell zu bieten hat“. Für Kwasniok stehen sich zwei Teams gegenüber, die noch hungrig sind und ohne große Zwänge auftreten können – ein Spiel auf Augenhöhe.

Sein Blick auf die Stärken beider Mannschaften zeigt Unterschiede ebenso wie Gemeinsamkeiten auf: „Wir haben mehr körperliche Wucht, die SVE wird größte technische Finesse dagegensetzen“, so der Paderborner Coach. Ein Duell also zwischen Kraft und Kreativität, zwischen Physis und Präzision.

Personell muss auch Kwasniok improvisieren. So ist der Einsatz von Obermair aufgrund eines Magen-Darm-Infekts fraglich. Dafür gibt es positive Signale bei Grimaldi und Klaas, die zumindest im Kader stehen sollen. Wer den gesperrten Ilyas Ansah im Angriff ersetzt, ist ebenfalls noch offen.

Zielstrebigkeit bleibt Trumpf

Die Elversberger reisen mit Selbstbewusstsein nach Paderborn. Die Leistungen der vergangenen Wochen, der erneute Aufschwung nach kleinen Rückschlägen und die positive Grundstimmung im Team machen Mut. „Vielleicht wären wir ansonsten gar nicht so weit vorne in der Tabelle“, reflektiert Sickinger über die starke interne Konkurrenz. Es ist genau diese Breite im Kader, die der SVE in einer langen und intensiven Saison zugutekommt.

Auch das Wissen, dass man in der Hinrunde gegen Paderborn das Nachsehen hatte, dürfte als Antrieb dienen. Diesmal will man es besser machen – mit Kampfgeist, taktischer Disziplin und einer Portion spielerischer Klasse.

Die Konstellation verspricht ein Spiel mit hoher Intensität, taktischer Finesse und zwei Teams, die sich nichts schenken werden. Für die SV Elversberg ist es ein weiterer Prüfstein auf dem Weg in Richtung Bundesliga – ein Ziel, das greifbar scheint, aber noch viele Hürden bereithält. Eine davon wartet am Samstag in der Home Deluxe Arena. Doch wenn die SVE eines in dieser Saison gelernt hat, dann, dass sie jede Herausforderung annehmen und meistern kann – gemeinsam, geschlossen und mit klarem Fokus auf das große Ganze.

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