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Nächste Herausforderung für die SVE in Köln

Die SV Elversberg muss nach dem verlorenen Auftakt nun nach Köln. Eine schwere – aber nicht unmögliche Aufgabe. 

Für die SV Elversberg steht das erste Auswärtsspiel des Jahres an – und es wird gleich ein besonderer Höhepunkt in der laufenden Zweitliga-Saison. An diesem Samstag, dem 25. Januar, gastiert die Mannschaft von Trainer Horst Steffen beim früheren Bundesligisten und Aufstiegskandidaten 1. FC Köln. Im RheinEnergieSTADION wird die Begegnung um 13:00 Uhr angepfiffen.

Die Vorfreude auf dieses Topspiel ist innerhalb des Teams deutlich spürbar. „Es gab nach dem letzten Wochenende noch einiges nachzuarbeiten, aber das haben wir gemacht. Jetzt beginnt langsam die Vorfreude auf das Spiel in Köln“, sagt Horst Steffen. „Es wird zur Sache gehen – sie haben ein tolles Stadion, eine tolle Atmosphäre und dementsprechend haben wir auch Lust, dort etwas mitzunehmen.“ Trotz der steigenden Euphorie ist man sich in Elversberg der Herausforderung bewusst, die das Duell gegen einen der Favoriten der Liga mit sich bringt.

Es gab nach dem letzten Wochenende noch einiges nachzuarbeiten, aber das haben wir gemacht. Jetzt beginnt langsam die Vorfreude auf das Spiel in Köln.

Horst Steffen

Köln ist mit einer knappen 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV ins neue Jahr gestartet, hatte zuvor jedoch eine beeindruckende Serie hingelegt: In neun Pflichtspielen in Folge blieben sie ungeschlagen, mit acht Siegen und einem Remis. Aktuell belegen die Rheinländer den dritten Tabellenplatz, punktgleich mit dem Spitzenreiter HSV, was ihre Ambitionen unterstreicht.

Allerdings plagen den 1. FC Köln personelle Sorgen. Vor dem ersten Heimspiel des Jahres fehlten zwischenzeitlich acht Spieler im Training. Immerhin konnte ein Akteur zuletzt wieder auf den Platz zurückkehren, doch für viele andere bleibt die Zeit knapp. Luca Kilian und Jacob Christensen beispielsweise, die beide an Kreuzbandverletzungen laborieren, werden weiterhin ausschließlich Reha-Maßnahmen absolvieren können. Auch Mark Uth (Muskelfaserriss) und Mathias Olesen (Rückenprobleme) stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Julian Pauli hat seit dem Trainingslager in Spanien kein Mannschaftstraining mehr absolviert, wird aber Schritt für Schritt zurückgeführt. „Julian ist im individuellen Training. Wir steigern langsam die Intensität“, erklärte Kölns Trainer Gerhard Struber. „Er zeigt sich stabil, aber wir gehen behutsam vor.“

Zusätzlich wird auch Luca Waldschmidt am Samstag ausfallen. „Luca ist weiterhin krank und wird uns nicht zur Verfügung stehen“, bestätigte Struber. Hoffnung besteht hingegen bei Tim Lemperle, der am Donnerstag erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren soll. „Es sieht sehr positiv aus“, meinte Struber hinsichtlich einer möglichen Kader-Nominierung.

Da stehe zwar Elversberg drauf, sagte Struber, sei aber etwas richtig Gutes drin. Als Mannschaft, die in den zurückliegenden Monaten gezeigt hat, dass „sie in der Liga an jedem Spieltag für Überraschungen gut ist“, nimmt der Österreicher die „Elv“ wahr, wie sie auch bezeichnet wird. Stabilität und ein „gutes Spielkonzept“ schreibt er ihr zu. Sie traue sich zu kombinieren, agiere sehr mutig, frei von der Leber weg. „Sie haben Einzelspieler, die gut zueinanderpassen, und vorn den einen oder anderen Stürmer, der Torgefahr und technische Mittel mitbringt, die in der Liga top sind.“ Im ersten und einzigen Aufeinandertreffen der Geschichte, dem Hinspiel in dieser Saison, trennten sich beide Teams 2:2 Unentschieden. „Wir wollen uns im Positions- und Umschaltspiel mehr zutrauen, konkreter und zielstrebiger agieren“, formulierte Struber die Zielsetzung für das Spiel. „Eine Körpersprache haben, die sagt: Wir spielen zu Hause, unser Anspruch ist, hier dominant aufzutreten. Wir wollen mit Leidenschaft agieren, Freude entwickeln“, gibt Struber den Plan vor.

Wir wollen wieder zeigen, dass wir als Außenseiter mutig auftreten, so wie wir es zuvor auch schon in einigen Spielen geschafft haben.

Horst Steffen

Trotz der Verletzungssorgen des Gegners bleibt auch Horst Steffen realistisch: „Köln hat einen individuell sehr stark besetzten Kader“, erklärt er. „Sie haben taktisch einiges angepasst, spielen flexibel und mit hoher Intensität. Sie haben zuletzt einige 1:0-Siege eingefahren und mittlerweile auch defensiv eine bessere Struktur – die wollen wir aber natürlich aufbrechen. Wir wollen wieder zeigen, dass wir als Außenseiter mutig auftreten, so wie wir es zuvor auch schon in einigen Spielen geschafft haben.“ Neben den bereits bekannten Ausfällen wird bei Elversberg auch Frederik Schmahl fehlen, der nach seiner Roten Karte für zwei Spiele gesperrt ist. Zudem ist der Einsatz von Fisnik Asllani fraglich, da er leicht angeschlagen ist.

Nichtsdestotrotz sieht Elversberg der Partie selbstbewusst entgegen. Auch Kölns Innenverteidiger Timo Hübers rechnet mit einem frechen Gegner: „Elversberg spielt unbekümmert drauflos.“ Gerade nach dem letzten Spiel gegen Magdeburg könnte die SVE mit diesem Ansatz in Köln erfolgreich sein. Die Spannung vor dem Aufeinandertreffen bleibt also hoch.

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