Ohne Satzverlust ins Viertelfinale: Saarbrücken setzt sich erneut gegen Dortmund durch

Zwei Duelle binnen sechs Tagen, zwei Mal ein klares 3:0 – der 1. FC Saarbrücken TT hat im Achtelfinale des Deutschen Tischtennis-Pokals erneut ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. In der erneut bestens gefüllten Joachim-Deckarm-Halle ließ das Team von Wang Zhi – diesmal in absoluter Bestbesetzung – Borussia Dortmund nicht den Hauch einer Chance und zog ohne Satzverlust ins Viertelfinale ein.
Mit Fan Zhendong, Patrick Franziska und Darko Jorgic setzte Saarbrücken auf seine stärkste Formation – und die Leistung der drei Spitzenspieler ließ keinen Zweifel daran, wer die Halle als Sieger verlassen würde. Schon das Auftakteinzel zwischen Fan und Dortmunds Adam Szudi war ein Klassenunterschied: Der Olympiasieger dominierte die Partie von Beginn an, zeigte spektakuläre Rallyes und ließ sich auch vom kurzzeitigen Rückstand im dritten Satz nicht beirren.
Es ist sehr schwer, gegen ihn zu spielen. Er macht keine Fehler, dann willst du mehr Risiko gehen und machst mehr Fehler
kommentierte Szudi nach dem Spiel am Mikrofon von Dyn.
Deutlich enger verlief die zweite Begegnung des Abends. Patrick Franziska traf auf seinen ehemaligen Teamkollegen Cedric Nuytinck – ein Duell, das im ersten Satz beinahe kippte. Beim Stand von 7:10 drehte Franziska den Satz mit viel Übersicht, holte sich den Durchgang und übernahm im zweiten Satz die Kontrolle. Zwar konnte Nuytinck im dritten Satz noch fünf Matchbälle abwehren, doch Franziska setzte sich schließlich mit 15:13 durch und bejubelte sichtlich erleichtert den Punkt zum 2:0.
Die Halle ist jedes Mal rappelvoll, da ist man auch mal angespannter. Dafür spielen wir Tischtennis, das macht echt Laune
sagte Franziska nach seinem Sieg.
Den Schlusspunkt setzte Darko Jorgic, der gegen Alberto Mino ebenfalls mit 3:0 die Oberhand behielt – ohne dabei seine volle Leistung abrufen zu müssen. Jorgic agierte konzentriert, variabel und ließ Mino nicht zur Entfaltung kommen. Damit war der Viertelfinaleinzug perfekt. Für Saarbrücken fehlt nun nur noch ein Sieg, um das Final Four am 4. Januar 2026 in Neu-Ulm zu erreichen.
Borussia Dortmund, das erneut ohne seine beiden Topspieler Kristian Karlsson und Anders Lind auskommen musste, konnte über weite Strecken nur Schadensbegrenzung betreiben. Die junge Mannschaft von Coach Matthias Hachmeier hatte dem konstanten Druck und der individuellen Klasse der Gastgeber wenig entgegenzusetzen. Schon am Sonntag wartet in der TTBL das nächste schwere Spiel gegen den ASV Grünwettersbach – ein Duell, in dem die Westfalen dringend wieder in die Spur finden wollen.
Saarbrücken dagegen kann mit breiter Brust nach Fulda reisen. Dort steht am Montagabend das nächste Ligaspiel beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell an. Die Formkurve zeigt steil nach oben – und spätestens nach diesem zweiten 3:0 innerhalb einer Woche ist klar: Der FCS TT will in allen Wettbewerben ein Wörtchen mitreden.