Rückblick: HYLO® bei den Finals 2025 – Emotion, Einsatz und Edelmetall

Was für ein Wochenende. Vom 31. Juli bis 3. August war Dresden Gastgeber des größten Multi-Sportevents Deutschlands – die Finals 2025. Mit über 140 Entscheidungen aus 20 Disziplinen, packenden Wettkämpfen und emotionalen Momenten auf und neben den Arenen zeigte die Veranstaltung einmal mehr, wie lebendig und vielseitig der deutsche Spitzensport ist.
Die HYLO®-Sportfamilie war mittendrin: in der JOYNEXT Arena, auf den Triathlon-Strecken der Dresdner Innenstadt und im Heinz-Steyer-Stadion. Ob Turnen, Triathlon oder Leichtathletik – zahlreiche HYLO® Sportler überzeugten in ihren Disziplinen und Wettbewerben und mischten aktiv im Titelrennen mit.
Rhythmische Sportgymnastik – Goldrausch für Varfolomeev und starke Teamleistung vom TV Dahn
Die Wettbewerbe der Rhythmischen Sportgymnastik bei den Finals 2025 standen ganz im Zeichen von Darja Varfolomeev. Die Olympiasiegerin von Paris 2024 dominierte souverän den Mehrkampf und gewann sämtliche Einzelgerätefinals – Reifen, Ball, Keulen und Band – mit ausdrucksstarken und nahezu fehlerfreien Übungen. 5 mal Gold für Dascha. Auch Anastasia Simakova, Margarita Kolosov, Viktoria Steinfeld, Lada Pusch und weitere Athletinnen zeigten starke Leistungen und komplettierten das Podium.
Im Gruppenbereich überzeugte erneut der TV Dahn, der im Mehrkampf ebenso triumphierte wie im Bandfinale. Im Gerätefinale mit 3 Bällen/2 Reifen sicherte sich dagegen der TB Oppau verdient Gold mit der schwierigsten Übung des Wettkampfs.
Medaillen RSG – Deutsche Meisterschaft 2025
Einzel: Mehrkampf
1. Darja Varfolomeev (TSV Schmiden)
2. Anastasia Simakova (TSV Schmiden)
3. Viktoria Steinfeld (TSV Schmiden)
Einzel: Gerätefinale – Reifen
1. Darja Varfolomeev (TSV Schmiden)
2. Margarita Kolosov (SC Potsdam)
3. Viktoria Steinfeld (TSV Schmiden)
Einzel: Gerätefinale – Ball
1. Darja Varfolomeev (TSV Schmiden)
2. Viktoria Steinfeld (TSV Schmiden)
3. Lada Pusch & Anastasia Simakova (beide TSV Schmiden)
Einzel: Gerätefinale – Keulen
1. Darja Varfolomeev (TSV Schmiden)
2. Anastasia Simakova (TSV Schmiden)
3. Lada Pusch (TSV Schmiden)
Einzel: Gerätefinale – Band
1. Darja Varfolomeev (TSV Schmiden)
2. Anastasia Simakova (TSV Schmiden)
3. Margarita Kolosov (SC Potsdam)
Gruppe: Mehrkampf
1. TV Dahn
2. TB Oppau
3. St. Wendel
Gruppe: 3 Bälle / 2 Reifen
1. TB Oppau
2. TV Dahn
3. St. Wendel
Gruppe: 5 Bänder
1. TV Dahn
2. TB Oppau
3. St. Wendel
Gerätturnen – Deutsche Titelkämpfe mit Klasse und Charakter
In der JOYNEXT Arena präsentierten sich die nationalen Spitzenathletinnen und -Athleten des Turn-Team Deutschland mit individuellen Erfolgen und persönlichen Bestleistungen bei den Deutschen Meisterschaften im Gerätturnen. Die Finals 2025 boten den Aktiven des DTB nicht nur eine Bühne für Medaillen, sondern auch für Standortbestimmungen im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Indonesien im Oktober.
Im Mehrkampf siegten Timo Eder (MTV Ludwigsburg) bei den Männern und Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf) bei den Frauen mit stabilen Leistungen über alle Geräte. Eder bewies Nervenstärke und Qualität – trotz eines risikobehafteten neuen Abgangs am Reck. Schönmaier überzeugte mit einem ausgewogenen Wettkampf und ihrer Bodenübung, mit der sie später auch das Gerätefinale gewann.
In den Einzelentscheidungen zeigten sich weitere Athletinnen und Athleten mit Spitzenleistungen: Alexander Kunz holte zweimal Gold an den Ringen und am Reck, Dario Sissakis überraschte am Barren mit fehlerfreier Technik, während bei den Frauen Jesenia Schäfer, Meolie Jauch und Lea Wartmann neue Titel errangen. Meolie Jauch entschied das Stufenbarrenfinale knapp für sich und sicherte sich ihren ersten Deutschen Meistertitel mit 13,233 Punkten. Karina Schönmaier und Janoah Müller lagen mit jeweils 13,166 Zählern gleichauf, wobei Schönmaier dank des höheren E-Werts Silber gewann. Müller erhielt die Bronzemedaille – ein denkbar knappes Ergebnis in einem technisch anspruchsvollen Wettkampf.
Insgesamt spiegelten die Finals die Breite und Tiefe im deutschen Gerätturnen wider – von etablierten Kräften bis hin zu Youngstern, die sich erstmals auf nationaler Bühne in den Vordergrund turnten.
Medaillen Gerätturnen – Deutsche Meisterschaft 2025
Männer: Mehrkampf
- Timo Eder (MTV Ludwigsburg) – 78,550
- Alexander Kunz (TSV Pfuhl) – 77,650
- Valentin Zapf (TSV Unterföhring) – 73,850
Männer: Gerätefinale – Boden
- Timo Eder (MTV Ludwigsburg) – 13,466
- Dario Sissakis (SC Berlin) – 13,000
- Leonard Prügel (KTV Chemnitz) – 12,166
Männer: Gerätefinale – Pauschenpferd
- Nils Dunkel (SV Halle) – 13,633
- Timo Eder (MTV Ludwigsburg) – 13,466
- Alexander Kunz (TSV Pfuhl) – 11,866
Männer: Gerätefinale – Ringe
- Alexander Kunz (TSV Pfuhl) – 13,566
- Artur Sahakyan (TB Essen-Altendorf) – 13,400
- Dario Sissakis (SC Berlin)
Männer: Gerätefinale – Barren
- Dario Sissakis (SC Berlin) – 13,066
- Nils Dunkel (SV Halle) – 12,900
- Valentin Zapf (TSV Unterföhring) – 12,866
Männer: Gerätefinale – Sprung
- Leonhard Prügel (KTV Chemnitz) – 12,699
- Anton Bulka (SV Halle) – 12,550
- Tom Schultze (SC Cottbus) – 12,483
Männer: Gerätefinale – Reck
- Alexander Kunz (TSV Pfuhl) – 13,366
- Valentin Zapf (TSV Unterföhring) – 13,266
- Lucas Kochan (SC Cottbus) – 13,166
Frauen: Mehrkampf
- Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf) – 53,150
- Lea Wartmann (TuS Chemnitz-Altendorf) – 50,800
- Jessica Schlegel (TuG Leipzig) – 49,400
Frauen: Gerätefinale – Sprung
- Jesenia Schäfer (TuS Chemnitz-Altendorf) – 13,166
- Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf) – 13,016
- Mia Reimann (TSV Jetzendorf) – 12,833
Frauen: Gerätefinale – Stufenbarren
- Meolie Jauch (TS NeckarGym Nürtingen) – 13,233
- Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf) – 13,166
- Janoah Müller (TSG Haßloch) – 13,166 *mit niedrigerem E-Wert
Frauen: Gerätefinale – Schwebebalken
- Lea Wartmann (TuS Chemnitz-Altendorf) – 13,500
- Aiyu Zhu (TZ DSHS Köln) – 12,833
- Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf) – 12,633
Frauen: Gerätefinale – Boden
- Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf) – 13,233
- Silja Stöhr (SG Heddesheim) – 12,666
- Lea Wartmann (TuS Chemnitz-Altendorf) – 12,300
Trampolinturnen – Titelpremieren und souveräne Serienerfolge
Zum Abschluss der Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals 2025 bot das Trampolinturnen am Sonntag noch einmal spannende Entscheidungen. Bei den Frauen setzte sich Aileen Rösler (MTV Bad Kreuznach) mit einer durchweg stabilen Finalübung durch und gewann ihren dritten Meistertitel in Folge – ein bemerkenswert konstanter Leistungsnachweis. Im Finale setzte sie sich mit 53,27 Punkten, einem Schwierigkeitswert von 13,7 und überzeugender Horizontal Displacement gegen ihre Konkurrentinnen Pauline Hering (Munich Airriders) und Mila Welling (MTV Unterbach) durch.
Bei den Männern feierte Caio Lauxtermann (ebenfalls MTV Bad Kreuznach) seinen ersten nationalen Titel. Mit einer Schwierigkeit von 17,0 und der besten Time of Flight des Tages (16,77) erzielte er insgesamt 59,07 Punkte. Er verwies damit seinen Synchronpartner Fabian Vogel und Adrian Thomsen (TG Münster) auf die Plätze zwei und drei. Für Vogel und Lauxtermann war dies zugleich die letzte nationale Station vor den World Games in Chengdu, bei denen beide gemeinsam im Synchron antreten werden.
Medaillen Trampolinturnen – Deutsche Meisterschaft 2025
Einzel: Männer
- Caio Lauxtermann (MTV Bad Kreuznach) – 59,07
- Adrian Thomsen (TG Münster) – 56,36
- Fabian Vogel (MTV Bad Kreuznach) – 56,19
Einzel: Frauen
- Aileen Rösler (MTV Bad Kreuznach) – 53,27
- Pauline Hering (Munich Airriders) – 51,91
- Mila Welling (MTV 1905 Unterbach) – 50,68
Triathlon – Starke Staffel, Einzelpodium und Bundesliga-Tagessieg für das HYLO® Team Saar
Im Rahmen der Finals 2025 wurden sowohl Bundesliga-Wettkämpfe als auch die Deutschen Meisterschaften auf der Sprintdistanz im Einzel und im Mixed-Team-Relay im Triathlon ausgetragen.
Vor der Kulisse der Dresdner Altstadt startete die HYLO®-Startgemeinschaft Viernheim/Saar bereits am Donnerstag mit Silber im Staffelwettbewerb, dem Mixed-Team-Relay. Lena Meißner, Chris Ziehmer, Tanja Neubert und Valentin Wernz absolvierten die kompakten Distanzen (340 m Schwimmen, 7,8 km Rad, 1,35 km Lauf) mit Tempowechseln und Präzision – am Ende fehlten lediglich zehn Sekunden auf den Titel.
Am Samstag verpasste das Damen-Team im Bundesliga-Rennen mit Platz fünf knapp das Podium. In der Bundesliga-Gesamtwertung verbleibt die Mannschaft auf Rang zwei – Tanja Neubert fehlten beim DM-Einzelentscheid nur sieben Sekunden auf Bronze.
Die Herren überzeugten am Sonntag mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung: Das HYLO® Team Saar holte den Tagessieg, angeführt von Lasse Nygaard-Priester, der sich mit Platz drei in der Einzelwertung zusätzlich die Bronzemedaille der Deutschen Meisterschaft sicherte. Dahinter folgten Valentin Wernz (Platz 9), Justus Nieschlag (Platz 11), Jaspar Ortfeldt (Platz 13) und Chris Ziehmer (Platz 15). Die Platzziffer 36 aus den vier besten Ergebnissen sicherte den Bundesligasieg in Dresden – ein zentraler Erfolg nach dem durchwachsenen Rennen in Tübingen.
Individuell überzeugte Justus Nieschlag trotz eingeschränkter Vorbereitung. Nach einem soliden Schwimmen und aktiver Führungsarbeit auf dem Rad, wählte er mit Blick auf die Laufentscheidung und das Teamranking eine kontrollierte Strategie. Mit einer Laufzeit von 14:47 Minuten über 5 km sendete er dennoch ein klares Signal für die kommenden internationalen Aufgaben – insbesondere für das T100-Rennen in London.
Für Jaspar Ortfeldt war die Veranstaltung ebenfalls ein Highlight: Mit 14:14 Minuten erzielte er die schnellste Laufzeit des Tages und unterstrich die geschlossene Formstärke des HYLO® Teams Saar.
Leichtathletik – HYLO® Wurfspezialisten zeigen Kampfgeist in Dresden
Auch in der Leichtathletik war HYLO® mit zwei Athleten bei den Deutschen Meisterschaften vertreten – beide mit wertvollen Erfahrungsgewinnen in schwierigen Wettkampfkonstellationen.
Daniel Jasinski belegte im Diskuswurf am Sonntag Platz vier. Erst im letzten Versuch gelang ihm technisch die Ausführung, die er zuvor angestrebt hatte – ein später, aber wichtiger Lichtblick im Wettkampfverlauf. Die vorherigen fünf Versuche blieben hinter den Erwartungen zurück, was Jasinski selbst kritisch einordnete. Dennoch zeigte er, wie wichtig es ist, auch unter schwierigen Bedingungen präsent zu bleiben.
Ich bin froh, dass ich ansatzweise zeigen konnte, was ich drauf.
Das Heinz-Steyer-Stadion bot dabei eine sehr gute Atmosphäre, die Jasinski spürbar genoss.
Max Dehning erreichte im Speerwurf am Samstag den sechsten Platz. Auch er erlebte einen technisch anspruchsvollen Wettkampf, der nicht ganz den Entwicklungen der Trainingswochen zuvor entsprach. Seine Fortschritte in der technischen Umsetzung sind erkennbar, auch wenn sich im Wettkampf noch nicht alle Feinheiten optimal zusammenfügten. Unter Druck versuchte Dehning, mit etwas mehr Kraft über den Arm zu arbeiten – ein kleiner Stellschraubenwechsel, der auf die Wurfweite bezogen am Ende den Unterschied machen kann. Die Erfahrung von Dresden wird Teil seines Entwicklungsprozesses, mit Blick auf die kommenden Höhepunkte der Saison.
Wir haben mit Dresden starke Finals erlebt – nun freuen wir uns auf Hannover 2026 und neue Titelchancen bei den Finals für unsere HYLO® Athleten. Auf geht’s!