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Saarbrücken bezwingt Düsseldorf: Wichtiger Sieg im Playoff-Kampf

Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis kämpft um seine Playoff-Chancen und macht dabei auch vor dem Tabellenführer aus Düsseldorf nicht halt. Am Ende steht ein bärenstarker 3:0 Auswärtssieg. 

Dass der Titelverteidiger gegen den Champions-League-Sieger heute nicht seinen besten Tag erwischte, zeichnete sich bereits im ersten Einzel ab. In der Begegnung zwischen Anton Källberg und Darko Jorgic fand der Schwede zu keinem Zeitpunkt seinen Rhythmus und musste eine überraschend klare 0:3-Niederlage hinnehmen. „Anton hatte heute Probleme mit der Rückhand. Das war nicht sein Tag“, analysierte Cheftrainer Danny Heister nüchtern die Leistung seines Spielers. Für Källberg war es erst die zweite Niederlage in dieser Bundesliga-Saison, was die ungewöhnlich deutliche Pleite noch überraschender erscheinen ließ.

Im zweiten Einzel traf Timo Boll auf seinen langjährigen Freund und Nationalmannschaftskollegen Patrick Franziska. Für Boll, der am Ende dieser Saison seine beeindruckende Karriere beenden wird, war das Spiel auf heimischem Boden vor 1.100 Zuschauern im ausverkauften ARAG CenterCourt ein besonderer Auftritt. Doch statt eines emotionalen Highlights erlebten die Zuschauer eine klare Angelegenheit zugunsten von Franziska. Der 43-jährige Boll schaffte es in keinem der drei Sätze, wirklich Druck auf seinen Gegner auszuüben, und verpasste einen Satzgewinn deutlich. Die Fans mussten hilflos zusehen, wie der Altmeister trotz aller Bemühungen an diesem Tag chancenlos blieb.

Wir glauben fest daran, dass wir die Play-off-Runde noch erreichen. Dafür war das heute natürlich ein immens wichtiger Sieg.

Patrick Franziska

Nach der Pause lag die Verantwortung, das Blatt zu wenden, auf den Schultern von Kay Stumper. Der 22-Jährige, der für gewöhnlich als talentierter Hoffnungsträger gilt, begann sein Spiel gegen den erst 20-jährigen Rumänen Eduard Ionescu vielversprechend. Den ersten Satz konnte Stumper gewinnen, doch im weiteren Verlauf der Partie zeigte sich Ionescu nervenstark und clever. Stumper fand keine Antwort auf das druckvolle Spiel seines Gegners und verlor schließlich mit 1:3. Damit war die erste Heimniederlage der Düsseldorfer in dieser Saison besiegelt.

„Das kann in einem Duell zweier Spitzenmannschaften einfach passieren“, kommentierte Manager Andreas Preuß die enttäuschende Vorstellung seines Teams. „Vor einer Woche gewinnst du in Montpellier mit 3:0 und verlierst dann zu Hause in gleicher Höhe gegen Saarbrücken. Ich habe immer gesagt, dass wir um jeden Punkt kämpfen müssen und noch lange nicht durch sind. Wir haben noch sieben Spiele bis zu den Play-offs und müssen in jedem einzelnen Match richtig fighten.“ Seine Worte unterstreichen, wie unberechenbar der Verlauf einer Bundesliga-Saison sein kann und dass sich auch ein Titelfavorit keine Schwächephasen erlauben darf.

Für die Gäste aus Saarbrücken war der deutliche Sieg von enormer Bedeutung. Mit Blick auf die Tabelle konnte die Mannschaft den Rückstand auf den ebenfalls siegreichen TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell stabil halten. Der Kampf um Platz vier, der zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigt, bleibt damit offen. „Wir sind heute etwas besser in die Partie gestartet als Düsseldorf“, erklärte Patrick Franziska nach der Begegnung. Der frühere Düsseldorfer, der inzwischen ein Schlüsselspieler in Saarbrücken ist, zeigte sich optimistisch: „Wir glauben fest daran, dass wir die Play-off-Runde noch erreichen. Dafür war das heute natürlich ein immens wichtiger Sieg.“

Mit diesem Erfolg hat Saarbrücken nicht nur ein Ausrufezeichen im Titelkampf gesetzt, sondern auch bewiesen, dass sie in entscheidenden Spielen mit den besten Teams der Liga mithalten können. 

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