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Souveräner Auswärtssieg: Elversberg dominiert in Darmstadt

Die SV Elversberg hat mit einem beeindruckenden 3:0-Auswärtssieg beim SV Darmstadt 98 den ersten Erfolg des Jahres 2025 eingefahren. In einer umkämpften Partie zeigte sich die Mannschaft von Trainer Horst Steffen spielerisch überlegen und entschied die Begegnung am Ende hochverdient für sich. Der Erfolg dürfte der SVE weiteren Rückenwind für die kommenden Aufgaben geben.

Die Gastgeber mussten mit erheblichen Personalsorgen in die Partie gehen. Trainer Florian Kohlfeldt musste gleich auf mehrere Stammspieler verzichten, darunter Paul Will, Matthias Bader, Christoph Zimmermann, Fabian Holland, Kai Klefisch, Sergio Lopez, Othmane El Idrissi und Fraser Hornby. Zudem fehlten krankheitsbedingt Tobias Kempe und Matej Maglica. Hoffnungsträger Isac Lidberg kehrte zwar nach einer Muskelverletzung ins Aufgebot zurück, nahm jedoch zunächst auf der Bank Platz.

Die Elversberger hatten hingegen weniger Ausfälle zu verkraften. Zwar musste Semih Sahin kurzfristig krankheitsbedingt passen, doch dafür kehrten die zuvor gesperrten Frederik Schmahl, Elias Baum und Fisnik Asllani in den Kader zurück. Besonders Baum und Asllani durften direkt von Beginn an ran. Robin Fellhauer rückte für Sahin auf die Doppelsechs neben Carlo Sickinger, während Baum wieder auf seiner angestammten Position als Rechtsverteidiger auflief.

Darmstadt begann engagiert und kämpferisch, doch den ersten nennenswerten Abschluss hatte die SVE. Petkov setzte sich auf der rechten Seite durch und brachte den Ball scharf in die Mitte, wo Zimmerschied nur knapp am gut postierten Abwehrspieler der Lilien scheiterte (5.). Kurz darauf zahlte sich die spielerische Reife der Gäste aus: Ein Klärungsversuch der Darmstädter landete genau vor den Füßen von Robin Fellhauer, der nicht lange zögerte und den Ball mit einer sensationellen Direktabnahme aus 18 Metern unhaltbar ins obere linke Eck schoss (12.).

Nach dem frühen Rückstand benötigte Darmstadt eine Weile, um ins Spiel zu finden. Erst nach etwa 30 Minuten setzte die Heimelf erste Offensivakzente. Papelas Schuss aus der Distanz strich nur knapp am Gehäuse von Nicolas Kristof vorbei (31.), wenig später verfehlte auch Corredor mit einem Schlenzer das Ziel. Doch anstatt den Ausgleich zu erzielen, kassierten die Lilien den nächsten Treffer. Nach einem blitzsauberen Konter legte Asllani den Ball per Hackentrick auf Damar ab, der den Angriff klug weiterleitete und auf Neubauer querlegte. Dieser hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz zum 2:0 im Netz unterzubringen (42.). Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.

Darmstadt kam entschlossen aus der Kabine. Thiede hatte die erste gute Gelegenheit des zweiten Durchgangs, doch sein Drehschuss nach einer Ecke verfehlte das Tor nur knapp. Kurz darauf setzte Damar auf der Gegenseite ein Ausrufezeichen, doch sein Schlenzer ging knapp am rechten Pfosten vorbei (50.).

Das Spiel wurde nun zunehmend zerfahrener. Vor den 16.855 Zuschauern in der Merck-Arena, darunter etwa 1.000 mitgereiste Elversberger Fans, entwickelte sich eine kämpferische Partie mit vielen Zweikämpfen. Darmstadt drückte auf den Anschluss, doch Lakenmacher scheiterte aus spitzem Winkel an Kristof (58.). Elversberg hingegen bewies erneut Effizienz: Nach einem präzisen Pass von Pinckert tauchte Asllani frei vor Lilien-Torwart Schuhen auf und vollstreckte abgeklärt zum 3:0 ins linke untere Eck (64.).

Spätestens jetzt war die Partie entschieden. Die SVE kontrollierte das Spielgeschehen, während Darmstadt zunehmend die Struktur verlor. Die ohnehin schon schwierige Situation der Gastgeber verschlimmerte sich in der 76. Minute zusätzlich: Fabian Nürnberger kassierte nach einem groben Foul an Elias Baum die Rote Karte. „Das ist das Dümmste, was ich seit langer Zeit auf dem Fußballplatz gesehen habe“, äußerte sich ein sichtlich aufgebrachter Florian Kohlfeldt. Danach plätscherte das Spiel dem Ende entgegen. Darmstadt konnte nicht mehr, Elversberg musste nicht mehr. So blieb es beim souveränen und hochverdienten 3:0-Auswärtssieg für die Gäste. Nach der Partie zeigte sich Florian Kohlfeldt trotz der deutlichen Niederlage schützend gegenüber seiner Mannschaft: „Es war ein Spiel, das lange Zeit in beide Richtungen hätte kippen können. Wir hatten einige Ballgewinne, bei denen wir in aussichtsreicher Position waren. Die Mannschaft wollte unbedingt, aber in der Schlussphase wurde sie zu wild. Das war nicht clever.“ Besonders hart ging er mit Nürnbergers Platzverweis ins Gericht: „Die Rote Karte ist unentschuldbar. Das war eine Dummheit, die nicht in Ordnung war.“

Horst Steffen zeigte sich hingegen hochzufrieden: „Es war ein hart umkämpftes Spiel. Beide Mannschaften haben versucht, ihre Lösungen nach vorne zu finden und gut zu verteidigen. Die Ballkontrolle war nicht immer so, wie ich sie mir gewünscht hätte, aber das lag auch am Druck des Gegners. Am Ende war es verdient, dass wir das Spiel für uns entschieden haben.“ Alles in allem ist der Sieg ein verdienter: „Nach dem 3:0 hatten wir das Gefühl, dass wir es durchbringen können. Die Jungs haben sich für ihre starke Leistung belohnt. Wir mussten viele Angriffe verteidigen, ohne dass wir viel zugelassen haben. Ich bin froh, dass sich die Jungs für ihre gute Leistung belohnt haben. Grundsätzlich ist es ein tolles Ergebnis und ein verdienter Sieg für uns.“ Arbeit und Kampf waren für Steffen entscheidend: „Es war hart umkämpft und die Jungs mussten richtig fighten, um das Spiel zu gewinnen. Es braucht auch immer mal Zufall mit dabei und das haben wir uns erarbeitet und erkämpft.“

Nach dem 3:0 hatten wir das Gefühl, dass wir es durchbringen können. Die Jungs haben sich für ihre starke Leistung belohnt. Wir mussten viele Angriffe verteidigen, ohne dass wir viel zugelassen haben. Ich bin froh, dass sich die Jungs für ihre gute Leistung belohnt haben. Grundsätzlich ist es ein tolles Ergebnis und ein verdienter Sieg für uns.

Horst Steffen

Die SV Elversberg zeigte mit diesem Sieg nicht nur spielerische Qualitäten, sondern auch taktische Disziplin. In einem kampfbetonten Spiel bewies die Mannschaft, dass sie in der Lage ist, gegen physisch starke Gegner zu bestehen. Besonders beeindruckend war die Effizienz vor dem gegnerischen Tor, die letztlich den Ausschlag gab. Während Darmstadt sich nach dieser Niederlage sammeln muss, kann Elversberg mit breiter Brust auf die nächsten Aufgaben blicken. Und die hat es auch in sich: am kommenden Wochenende gastieren wiedererstarkte Fürther in der URSAPHARM-Arena. 

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