St. Wendel wird am Wochenende erneut zum Treffpunkt der internationalen Supermoto-Szene – und diesmal steht eine Premiere an. Vom 25. bis 27. September 2026 wird im Wendelinuspark erstmals in Deutschland die „SuperMoto of Nations“ ausgetragen. Statt um den Einzeltitel geht es auf dem Stadtkurs diesmal um die Weltmeisterschaft der Nationalmannschaften.
Drei Tage lang steht die ADAC Supermoto St. Wendel damit ganz im Zeichen des internationalen Supermoto-Sports. Neben der Team-Weltmeisterschaft gehören auch die FIM Junior SuperMoto of Nations sowie Rennen der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft zum Programm. Für die deutschen Mannschaften wird die WM im Saarland dabei zum Heimspiel.
Vom Grand Prix zur Team-Weltmeisterschaft
Internationaler Supermoto-Sport hat in St. Wendel inzwischen seinen festen Platz gefunden. Bereits zum dritten Mal in Folge gastieren einige der besten Fahrer der Welt im Saarland. 2024 und 2025 wurde im Wendelinuspark mit dem „Grand Prix of Germany“ jeweils ein Lauf der Einzel-Weltmeisterschaft ausgetragen.
2026 ändert sich das Format grundlegend: Bei der SuperMoto of Nations steht nicht die Einzelwertung der Fahrer im Mittelpunkt. Jeweils drei Piloten treten gemeinsam für ihr Land an und kämpfen um den Mannschafts-Weltmeistertitel.
Auch der Rennmodus wurde für die diesjährige Austragung angepasst. Nach der Qualifikation am Samstag stehen am Sonntag zwei entscheidende Läufe auf dem Programm, in denen jeweils alle drei Fahrer einer Nation gemeinsam antreten.
Dabei gilt ein Wertungssystem, bei dem möglichst wenige Punkte über den WM-Titel entscheiden. Der Sieger eines Rennens erhält einen Punkt, der Zweitplatzierte zwei, der Drittplatzierte drei und so weiter. Aus den insgesamt sechs Einzelergebnissen eines Teams wird das schlechteste Resultat gestrichen. Die verbleibenden fünf Platzierungen ergeben die Mannschaftswertung – Weltmeister wird das Team mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl.
Viel Erfahrung im Team Germany
Deutschland geht in St. Wendel mit Marc-Reiner Schmidt, Jan Deitenbach und Nico Joannidis in den Wettbewerb der Hauptteams.
Angeführt wird das Trio von Schmidt, der als vierfacher Weltmeister viel internationale Erfahrung mitbringt. Auch seine beiden Teamkollegen wissen bereits, wie es sich anfühlt, gemeinsam für Deutschland ganz oben zu stehen: Jan Deitenbach und Nico Joannidis konnten schon 2009 einen Team-Titel feiern. 17 Jahre später treten sie in St. Wendel erneut für die deutsche Mannschaft an.
Die Konkurrenz bringt ebenfalls eine erfolgreiche Vergangenheit bei der SuperMoto of Nations mit. Frankreich schickt Steve Bonnal, Raphael Payet und Sylvain Bidart ins Rennen. Mit bislang 14 Mannschafts-WM-Titeln gehören die Franzosen zu den erfolgreichsten Nationen in der Geschichte des Wettbewerbs.
Italien kann vier Mannschaftstitel vorweisen und tritt 2026 mit Elia Sammartin, Luca D’Addato und Edgardo Borella an. Damit treffen in St. Wendel mehrere Teams aufeinander, die bei der SuperMoto of Nations bereits Titel gewonnen haben.
Paul Müller vor einem besonderen Heimspiel
Auch bei den Junioren ist Deutschland vertreten. Eddy Frech, Paul Müller und Max Orbanz bilden das deutsche Trio bei der FIM Junior SuperMoto of Nations.
Für den 16-jährigen Müller aus Pfeffelbach bekommt das Wochenende eine besondere Bedeutung. Nachdem er im vergangenen Jahr verletzungsbedingt nicht beim internationalen Supermoto-Wochenende in St. Wendel antreten konnte, wartet nun die Team-WM praktisch vor seiner Haustür. Im Wendelinuspark geht es für ihn gemeinsam mit Frech und Orbanz für Deutschland um den Junioren-Team-Weltmeistertitel.
Ein Stadtkurs mit besonderem Charakter
Schauplatz des WM-Wochenendes ist erneut der Rundkurs im Wendelinuspark. Für die Veranstaltung werden ganz unterschiedliche Bereiche zu einer Supermoto-Strecke verbunden: Teile einer Hauptverkehrsstraße und eines Parkplatzes gehören ebenso zum Kurs wie das Oval der Skateranlage und der angrenzende Offroad-Bereich.
Gerade dieser Wechsel gehört zum Charakter der Disziplin. Supermoto verbindet schnelle Asphaltpassagen mit einem Offroad-Abschnitt und verlangt den Fahrern damit auf einer Runde unterschiedliche Fähigkeiten ab.
Drei Tage Supermoto in St. Wendel
Das Programm beginnt bereits am Freitag, 25. September. Von 8:00 bis 18:00 Uhr stehen Wettbewerbe der deutschen Klassen S4, S5, S6 und Ü40 auf dem Programm. Am Abend folgt ab 19:00 Uhr das WM-Opening an der Rennstrecke. Nach der Fahrerpräsentation stimmt ein DJ in der Geißbockalm auf das bevorstehende Rennwochenende ein.
Am Samstag, 26. September, beginnt ab 8:00 Uhr das Freie Training. Ab 12:00 Uhr stehen die Qualifikationsrennen an, in denen die Ausgangspositionen für die Entscheidungen am Sonntag ermittelt werden.
Der Finaltag am 27. September startet ebenfalls um 8:00 Uhr. Ab 10:00 Uhr folgen die Rennen der Deutschen Meisterschaft und der Junioren-Team-WM, ehe ab 13:00 Uhr die Rennen der SuperMoto of Nations und damit der Kampf um den Mannschafts-Weltmeistertitel im Mittelpunkt stehen.
Tages- und Wochenendtickets sind online sowie am Einlass vor Ort erhältlich.
Nach zwei Jahren mit dem Grand Prix of Germany bekommt das internationale Supermoto-Wochenende in St. Wendel damit 2026 einen neuen Charakter. Diesmal zählt nicht allein die Leistung eines Fahrers – entscheidend ist das Ergebnis der gesamten Mannschaft.
Wir freuen uns auf ein besonderes WM-Wochenende im Wendelinuspark und wünschen den deutschen Teams bei ihrem Heimspiel in St. Wendel viel Erfolg, spannende Rennen und das nötige Quäntchen Rennglück im Kampf um die Team-WM-Titel.
