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SV Elversberg: Stadionumbau und sportlicher Erfolg im Fokus

Ein Erfolg neben dem Platz, ein gutes Trainingslager und endlich geht es wieder um Punkte: Die SV Elversberg empfängt am kommenden Sonntag den 1. FC Magdeburg zum Topspiel des Wochenendes.

Die SV Elversberg startet erfolgreich ins Jahr 2025 – und das nicht auf dem Rasen, sondern mit einem Meilenstein im Stadionumbau. Am Donnerstagmorgen wurde die neue Westtribüne von den saarländischen Behörden für Zuschauer freigegeben, wie der Verein mitteilte. Damit ist ein weiterer Schritt hin zur Modernisierung des Stadions geschafft. Trotz winterlicher Verzögerungen, die die Bauarbeiten erschwerten, liegt die SV Elversberg weiterhin im Zeitplan. Bereits Anfang Dezember, beim Richtfest der Westtribüne, hatte der Verein dies betont.

Zum ersten Heimspiel des Jahres am kommenden Sonntag um 13:30 Uhr gegen den 1. FC Magdeburg wird die neue Tribüne erstmals für 400 Zuschauer geöffnet. „Wir dürfen zum ersten Heimspiel 400 Zuschauern auf der neuen Westtribüne Platz bieten. Die Witterungsbedingungen in den vergangenen Wochen waren nicht einfach, aber dennoch haben wir es geschafft. Wir hoffen, dass wir zu jedem Heimspiel immer mehr Zuschauern auf der Westtribüne Platz bieten können“, erklärte Marc Strauß, Vorstand Verwaltung und Vereinsentwicklung bei der SVE.

Die zunächst freigegebenen Plätze sind ausschließlich Stehplätze. Seit Donnerstagmorgen können Fans Tickets über die Vereins-Website erwerben, die Preise beginnen bei 15 Euro. Die Verpflegungssituation – Essen, Getränke und Toiletten – wird vorerst mobil gelöst. Der Verein plant, die Westtribüne im Laufe des ersten Halbjahres 2025 vollständig fertigzustellen. Dann sollen dort insgesamt 3.500 Zuschauer Platz finden.

Konkret wird es 300 VIP-Plätze im Oberrang geben, während der Unterrang fast ausschließlich für Stehplätze vorgesehen ist. Ein besonderes Highlight stellt der neuartige Steh-VIP-Bereich dar, der in der gesamten 2. Bundesliga bislang einzigartig ist. Hier werden die obersten fünf Stufen der Stehtribüne mit Theken ausgestattet, sodass Zuschauer ihre Speisen und Getränke bequem abstellen können. Direkt hinter diesem Bereich befinden sich VIP-Lounges, in denen Gäste zwischen den Themenwelten „Brauhaus“ und „Italien“ wählen können.

Der Umbau betrifft auch die bestehende Stahlrohrtribüne, die aktuell gegenüber der Haupttribüne steht und derzeit die Gästefans beherbergt. Diese Fans sollen in den kommenden Monaten auf die Westtribüne verlagert werden, sobald die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen abgeschlossen sind. Erst danach kann die Stahlrohrtribüne abgebaut werden – ein weiterer Schritt, der ebenfalls im ersten Halbjahr erfolgen soll. Die freigewordene Gegengerade wird dann modernisiert und mit einem neuen VIP- und Business-Bereich ausgestattet.

Der Umbau des Stadions soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein, mit einer endgültigen Kapazität von 15.500 Zuschauern. Der aktuelle Zuschauerrekord an der Kaiserlinde liegt bei 11.500 Fans, aufgestellt im Februar 2024 beim Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern. Für das Spiel am Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg rechnet der Verein mit rund 9.500 Zuschauern, da die Gästefans ihr Kartenkontingent nicht vollständig ausschöpfen werden.

Sportliche Einordnung

Trotz einer starken bisherigen Saison bleibt das klare Ziel der SV Elversberg der Klassenverbleib in der 2. Bundesliga. Trainer Horst Steffen, dessen Team aktuell auf Rang vier der Tabelle steht, dämpft alle Spekulationen um einen möglichen Aufstieg. „Wir wollen in der Liga bleiben, und das haben wir aktuell noch nicht geschafft. Wenn wir noch zwölf Punkte holen, können wir uns danach vielleicht andere Gedanken machen“, sagte Steffen in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung. Der Rückrundenstart gestaltet sich für die SVE herausfordernd. Nach dem Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg warten schwierige Begegnungen beim 1. FC Köln, gegen den Karlsruher SC und bei Darmstadt 98. Steffen zeigt sich angesichts des schweren Programms vorsichtig: „Das sind alles Topmannschaften in der Liga, und diese Spiele können im schlimmsten Fall alle verloren werden. Wir müssen sehr gezielt und konzentriert arbeiten.“

Wir wollen in der Liga bleiben, und das haben wir aktuell noch nicht geschafft. Wenn wir noch zwölf Punkte holen, können wir uns danach vielleicht andere Gedanken machen.

Trainer Horst Steffen

Trotz der schwierigen Aufgaben sieht der Trainer seine Mannschaft gut vorbereitet. Das Winter-Trainingslager in Südspanien bezeichnete Steffen als vollen Erfolg. „Wir hatten Top-Bedingungen und konnten bei 20 Grad Dinge auf dem Trainingsplatz machen, die bei dem Wetter daheim nicht möglich gewesen wären. Ich glaube, wir gehen sehr gut vorbereitet in die Rückrunde“, sagte er. Neben optimalen Bedingungen beim Wetter und Training hob er auch die Stimmung im Team hervor: „Es hat einfach alles gepasst – das Hotel, das Essen, das Wetter und ganz tolle Trainingsbedingungen. Ich weiß, dass es so einen Zusammenhalt in einer Mannschaft nur selten gibt. Das ist zwar keine Garantie, dass man in der 2. Liga Spiele gewinnt, aber dieses Miteinander macht vieles einfacher.“

Auch Mittelfeldspieler Carlo Sickinger zeigt sich optimistisch: „Diese Woche war einfach traumhaft. Wir haben sehr gut gearbeitet und sind als Mannschaft wieder ein gutes Stück enger zusammengerückt“, erklärte er.

Zum Rückrundenauftakt erwartet die SVE mit dem 1. FC Magdeburg einen Gegner, der unter Trainer Christian Titz zu den spielstärksten Teams der Liga zählt. Beide Mannschaften stehen mit 28 Punkten punktgleich in der Tabelle, was die Partie zu einem echten Topspiel macht. Während die SVE einen Sieg mehr verbuchen konnte, haben die Magdeburger erst drei Niederlagen hinnehmen müssen und damit zwei weniger als Elversberg. In dieser verrückten zweiten Liga könnte man mit einem Sieg in diesem Spiel an die Tabellenspitze springen – mit einer Niederlage hingegen auf Rang neun abrutschen. Auch deshalb macht die Herangehensweise von Horst Steffen Sinn: Sich groß mit Aufstieg oder sonstigen Themen zu beschäftigen wäre bei dieser speziellen Tabellensituation falsch. Vielmehr geht es darum Punkte zu sammeln, um das erste fixe Ziel zu erreichen. Den Klassenerhalt. Danach kann dann von mehr geträumt werden. Wobei bei der SVE niemand träumt, sondern hart dafür gearbeitet wird, wie das vergangene Trainingslager zeigt. 

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