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SVE empfängt Tabellenführer Hannover 96 in der URSAPHARM-Arena

Nach der Niederlage gegen den zuvor Tabellenletzten aus Regensburg kommt nun Tabellenführer Hannover 96 in die URSAPHARM-Arena – und bringt dabei zwei bekannte Gesichter mit. 

Die Niederlage in Regensburg ist aufgearbeitet, am Sonntag um 13:30 hat die SV Elversberg in der URSAPHARM-Arena dann die Möglichkeit diesen Ausrutscher wieder gut zu machen: Der Tabellenführer aus Hannover gastiert im Saarland. Mit an Bord werden dann Jannik Rochelt und Lars Gindorf sein. Vor allem auf Rochelt werden dann die Blicke gerichtet sein. „Ich freue mich natürlich, alle wiederzusehen“, sagt Rochelt. Zwei Jahre lang schnürte der 26-Jährige die Schuhe für die SV Elversberg. 2022 wechselte er vom SSV Ulm zur Spielvereinigung. Mit den Saarländern gelang ihm in der Premieren-Saison in der 3. Liga auf Anhieb die Meisterschaft und damit der Aufstieg ins Fußball-Unterhaus. Es war bereits die zweite Drittliga-Meisterschaft für den Offensivakteur, zuvor gewann er schon mit der Zweitvertretung des FC Bayern München 2020 die Liga. Doch für ihn ist klar, welche Meisterschaft den höheren emotionalen Wert hat. „In Elversberg haben wir es als richtig coole Truppe als Aufsteiger geschafft und sind durchmarschiert, was wohl zuvor keiner erwartet hätte“, verdeutlicht er.

In Elversberg haben wir es als richtig coole Truppe als Aufsteiger geschafft und sind durchmarschiert, was wohl zuvor keiner erwartet hätte

Ex-Elversberger Jannik Rochelt

„Das hat die Zeit dort auf jeden Fall besonders gemacht.“ Auch in der 2. Liga habe man im Folgejahr „gut performt“. „Es war eine schöne Zeit in meiner Karriere – und auch eine erfolgreiche“, so Rochelt. Was er zudem am Abenteuer geschätzt hat: „Es ist alles sehr familiär und so war es ein tolles Gefühl, an der Entwicklung des Vereins teilnehmen zu dürfen und die erfolgreiche Geschichte mitgestalten zu können“, erläutert er und blickt zurück: „Der Klub entwickelt sich peu à peu, was man aktuell am Stadionausbau zum Beispiel sieht.“ Im vergangenen Sommer folgte für ihn dann aber der nächste Schritt und Wechsel zu 96. Dennoch sind die Verbindungen nach Elversberg selbstverständlich noch nicht komplett abgerissen. „Ich habe mit vielen noch Kontakt“, bestätigt er. Die ersten Monate verliefen für ihn in Hannover aber ebenfalls positiv. „Ich bin wirklich gut hier angekommen, wir haben uns direkt wohlgefühlt“, sagt er. Wir – das sind neben Jannik außerdem Ehefrau Sarah und Zwergpudel Leo. „Die Mannschaft hat mich auch super aufgenommen, ist echt top und die Bedingungen hier super“, führt er fort. Mit 22 Punkten stehen seine Teamkollegen und er nach Spieltag 11 auf Tabellenplatz 1, Rochelt kam in dieser Saison in allen Spielen zum Einsatz – nur ein Tor oder Assist gelangen bis dato noch nicht. „Es macht aktuell Spaß und wenn es für mich persönlich sportlich noch ein bisschen besser läuft, dann ist es optimal“, äußert er sich zuversichtlich, so schreibt es Hannover 96 auf seiner Website. SVE-Sportvorstand Ole Book konnte Rochelt kostenlos nach Elversberg holen und für 1,5 Millionen Euro wieder verkaufen. Die Probleme die der Flügelflitzer bei seinem neuen Arbeitgeber hat, kennt der Sportvorstand aus der eigenen Karriere: „Als ich in meiner Aktivenzeit zum MSV Duisburg gewechselt bin, hatte ich die gleichen Probleme. Ein neuer Verein ist immer etwas anderes – andere Mitspieler, andere Trainer und andere Spielsysteme. Trotzdem wünsche ich Jannik, dass er ab der kommenden Woche in Hannover richtig durchstartet“, sagt Book. Also im besten Fall nach dem Spiel gegen die SVE. Lars Gindorf, ein weiterer Rückkehrer, schnürte in der Jugend die Schuhe für die SVE und reist ebenfalls mit ins Saarland. 

Durchstarten will die SVE am Sonntag auch, muss diese schwere Aufgabe jedoch ohne seinen Vize-Kapitän Luca Schnellbacher angehen. Der Kapitän war vom fallenden Regensburg Spielführer-Kollegen Andreas Geipl kurz vor der Pause unglücklich abgeräumt worden, hatte sich das linke Knie verdreht und musste noch vor Ende des ersten Durchgangs vom Platz. Eine MRT-Untersuchung brachte nun Klarheit über die Schwere der Blessur. Zwar hat sich der Verdacht auf Kreuzbandriss nicht bestätigt, aber eine Innenbandverletzung im Knie sowie im Sprunggelenk werden den Vizekapitän die nächsten Wochen lahmlegen. Da mit den Sechsern Robin Fellhauer (Sprunggelenk) und Semih Sahin (Wade) derzeit schon die Schaltzentrale bei den Saarländern ausfällt, bricht nun förmlich eine komplette Achse weg. Dass der 30-Jährige kaum zu ersetzen ist, zeigte bereits die Schlussviertelstunde in Regensburg, als seine Sturmkollegen beste Chancen vergaben. 

Diese fehlende Effizienz soll die Mannschaft von Horst Steffen am kommenden Sonntag wieder an den Tag legen. Zu Hause stellte die SVE schon einigen großen Namen ein Bein, dafür braucht es jedoch eine geschlossene Mannschaftsleistung und wieder mehr Kaltschnäuzigkeit – vor dem eigenen sowie vor dem gegnerischen Tor.

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