SVE glänzt mit starker Defensive und souveränem Auftritt gegen Fürth

Zweiter Sieg in Folge und wieder zu null. Die SV Elversberg ist endgültig im Jahr 2025 angekommen und klopft sogar wieder bei den Aufstiegsplätzen an.
Die SV Elversberg legte einen beeindruckenden Start gegen die SpVgg Greuther Fürth hin. Bereits in der sechsten Minute brachte Fisnik Asllani die Gastgeber in Führung. Nach einer sehenswerten Kombination über die linke Seite spielte Maurice Neubauer den Ball zu Tom Zimmerschied, der unbedrängt in den Strafraum eindrang und flach auf Asllani ablegte, der mühelos einschob. Die Defensive der Fürther wirkte in diesem Moment überfordert und konnte den frühen Rückstand nicht verhindern.
In der Folgezeit kontrollierte Elversberg das Geschehen und ließ den Ball geschickt in den eigenen Reihen zirkulieren. Fürth tat sich schwer, ins Spiel zu finden und konnte kaum gefährliche Aktionen initiieren. „Wir waren einfach gut, aber mich nervt es, dass ich nicht das zweite Tor nachlege“, äußerte sich Asllani selbstkritisch gegenüber der Saarbrücker Zeitung. In der 14. Minute bot sich ihm die Chance, die Führung auszubauen, als er allein auf den Fürther Torhüter Nahuel Noll zulief, der jedoch mit einer herausragenden Parade klärte.
Die Gäste bemühten sich, mehr Druck aufzubauen, doch die gut organisierte Defensive der Elversberger ließ kaum Möglichkeiten zu. In der 25. Minute hatte Muhammed Damar die Gelegenheit, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterte jedoch erneut an Noll. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Elversberg schließlich der zweite Treffer. In der 45. Minute fasste sich Carlo Sickinger ein Herz und traf mit einem Distanzschuss sehenswert ins Netz. Mit diesem komfortablen Vorsprung ging es in die Halbzeitpause. Sickinger musste jedoch zur zweiten Halbzeit ausgewechselt werden. „Ich hatte leichte Kreislaufprobleme und wollte nichts riskieren“, erklärte der Torschütze gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Für ihn kam Semih Sahin ins Spiel.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Fürth engagierter und versuchte, das Spiel zu dominieren. In der 52. Minute bot sich Dennis Srbeny eine gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch er konnte diese nicht verwerten. Elversberg verteidigte konsequent und lauerte auf Konterchancen. In der 61. Minute hätte Robin Fellhauer beinahe das 3:0 erzielt, sein Schuss ging jedoch knapp am Tor vorbei. Trotz der Bemühungen der Fürther blieb Elversberg die gefährlichere Mannschaft.
In der Schlussphase intensivierte Fürth die Offensivbemühungen, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch die Defensive der Elversberger stand sicher und ließ kaum Chancen zu. „Wir haben das richtig gut verteidigt. Ich hatte heute wenig zu tun“, sagte SVE-Torhüter Nikolas Kristof gegenüber der Saarbrücker Zeitung.
Wir haben das richtig gut verteidigt. Ich hatte heute wenig zu tun
Nikolas Kristof
Die Gastgeber agierten clever im Zeitmanagement und nutzten den schlechten Zustand des Rasens geschickt, um den Spielfluss der Fürther zu unterbinden. In der vierten Minute der Nachspielzeit sah Petkov die Gelb-Rote Karte, nachdem er einen zweiten Ball ins Spielfeld gespielt hatte, als der Gegner das Spiel mit einem schnellen Einwurf fortsetzen wollte. Am Ende brachte Elversberg den verdienten 2:0-Sieg souverän über die Zeit und feierte einen wichtigen Heimerfolg. Damit steht die SVE nun bei 35 Punkten nach 22 Spielen. An der Zielsetzung ändert Trainer Horst Steffen jedoch nichts: „Wir werden ganz normal weiterspielen und Spaß am Fußball haben. 35 Punkte nach 22 Spielen ist super, aber eine neue Zielsetzung wird es nicht geben.“ Mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich Steffen nach dem Spiel zufrieden: „Es war ein ausgeglichenes Spiel mit der Möglichkeit, das 1:0 zu machen, das haben wir gemacht. Danach hatte ich auch das Gefühl, wir können das zweite machen. Dann gab es eine Möglichkeit, da war es dann eine tolle Parade. Der Gegner hatte in ein, zwei Situationen am Sechzehner, wenn sie da eine andere Entscheidung treffen, dann kann es noch eine Torchance geben. So haben es die Jungs aber gut verteidigt bekommen. Dann gab es eine Viertelstunde nach der Halbzeit, wo man das Gefühl hatte, das Spiel könnte nochmal in eine andere Richtung gehen, wenn das 2:1 fällt. Danach hatte ich wieder das Gefühl, dass wir es wieder gut im Griff haben. Diese Phase mussten wir überstehen und dann gab es am Ende einen souveränen Sieg, wenn man das so bezeichnen mag.“
Mit den nun erreichten 35 Punkten und zwei souveränen Siegen im Gepäck geht es am kommenden Wochenende zum SSV Ulm. Die Ulmer befinden sich auf dem vorletzten Tabellenplatz, dennoch wird die Mannschaft von Horst Steffen gewarnt sein: Das Hinspiel gewannen die Ulmer in der URSAPHARM-Arena mit 3:1 und feierten damit den ersten Sieg in der zweiten Liga seit 23 Jahren. Die Ulmer sind nunmehr seit drei Spielen ohne Sieg – in den vergangenen 15 Spielen gab es zudem nur einen einzigen Erfolg.
Insgesamt zeigte die SV Elversberg eine überzeugende Leistung gegen Greuther Fürth und festigte ihre Position in der Tabelle. Die Mannschaft präsentierte sich sowohl offensiv als auch defensiv stark und ließ kaum Zweifel am verdienten Sieg aufkommen. Die kommenden Aufgaben, insbesondere das Spiel gegen Ulm, werden zeigen, ob die SVE diesen positiven Trend fortsetzen kann.