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SVE reist zuversichtlich nach Darmstadt

Die SV Elversberg fährt mit einer entspannteren Personalsituation nach Darmstadt. Das Hinspiel weckt gute Erinnerungen, ist jedoch nichts mehr wert. Der erste Dreier in diesem Jahr soll endlich her. 

An diesem Wochenende steht für die SV Elversberg eine wichtige Auswärtspartie an. Am Samstag, den 08. Februar, gastiert das Team von Trainer Horst Steffen zum 21. Spieltag der laufenden Zweitliga-Saison im Merck-Stadion am Böllenfalltor, Anstoß der Partie ist um 13:00 Uhr.

Für das Duell mit den „Lilien“ kann die SVE wieder auf die zuletzt gesperrten Elias Baum, Fisnik Asllani und Frederik Schmahl zurückgreifen. „Ich bin froh, dass fast alle einsatzfähig sind und gut trainieren konnten“, betont Trainer Horst Steffen. Dennoch gibt es noch personelle Unsicherheiten: Frederik Jäkel steht weiterhin nicht zur Verfügung, und ein Einsatz von Lukas Pinckert bleibt fraglich, da er noch mit Blessuren zu kämpfen hat. Während der Woche hat sich die Mannschaft intensiv mit der Analyse des vorherigen Heimspiels gegen den Karlsruher SC befasst, in dem eine 2:0-Führung nicht über die Zeit gebracht werden konnte und die Partie letztlich mit einem 2:2 endete. „Wir haben vermittelt, dass wir grundsätzlich mit vielen Dingen zufrieden waren, aber auch aufgezeigt, was wir besser machen können und verändern wollen“, erläutert Steffen. Jetzt liegt der Fokus vollständig auf dem kommenden Duell in Darmstadt.

Ich bin froh, dass fast alle einsatzfähig sind und gut trainieren konnten

Horst Steffen

Die Erinnerungen an das Hinspiel sind äußerst positiv: Mit einem eindrucksvollen 4:0-Erfolg feierte die SV Elversberg ihren höchsten Zweitliga-Sieg der laufenden Saison. Doch seither hat sich einiges verändert. Unter der Leitung von Florian Kohfeldt hat sich der SV Darmstadt 98 stabilisiert. Zwar wartet das Team im neuen Jahr noch auf den ersten Sieg, jedoch haben sich die Resultate in den vergangenen Monaten insgesamt verbessert. Allerdings hapert es derzeit in der Offensive: Während die „Lilien“ in den zwölf Spielen vor Weihnachten mit 33 Treffern eine der gefährlichsten Angriffsreihen der Liga stellten, konnten sie in der Rückrunde bislang nur zwei Tore erzielen – beide gegen Fortuna Düsseldorf. Keine Mannschaft in der 2. Bundesliga traf im Jahr 2025 seltener als der SV Darmstadt 98. Mit drei Niederlagen aus den vergangenen vier Partien befindet sich die Mannschaft derzeit in einer schwierigen Phase. Die magere Ausbeute von nur einem Punkt aus den ersten drei Rückrunden-Spielen ist dabei identisch mit dem schwachen Saisonstart unter dem ehemaligen Trainer Torsten Lieberknecht. Vor dem Duell mit der SVE steht Florian Kohfeldt zwar nicht vor der gleichen Situation wie sein Vorgänger, doch der Druck auf ihn wächst spürbar. Darmstadt 98 benötigt dringend eine Trendwende.

„Wir müssen mit Ruhe weitergehen, aber den Finger auch ein bisschen in die Wunde legen“, reflektierte Kohfeldt nach der jüngsten 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg selbstkritisch. Leistungsschwankungen sind in einer sich entwickelnden Mannschaft völlig normal, und Darmstadt befindet sich noch immer in diesem Prozess. Dass sowohl Kohfeldt als auch Sportdirektor Paul Fernie bereits im Herbst trotz des zwischenzeitlichen Aufschwungs betont vorsichtige Erwartungen formulierten, erweist sich weiterhin als sinnvoll. Eine zusätzliche Herausforderung stellt das anhaltende Verletzungspech dar. Der Ausfall von Torjäger Isac Lidberg ist in beinahe jeder Partie spürbar, weshalb seine bevorstehende Rückkehr für das Team von enormer Bedeutung ist. Neben den bereits länger verletzten Schlüsselspielern Matthias Bader, Paul Will und Fabian Holland – allesamt tragende Säulen der Mannschaft – fällt nun auch Mittelfeld-Leader Kai Klefisch für mehrere Wochen aus, was einen weiteren herben Rückschlag bedeutet.

Horst Steffen lässt sich von diesen Entwicklungen jedoch weder verunsichern noch vom deutlichen Hinspielerfolg blenden. „Der Trainerwechsel hat auch eine andere Spielweise mit sich gebracht“, erklärt er. „Darmstadt hat mittlerweile ein sehr reifes Auftreten. Sie bringen zwar eine Grundstruktur mit, aber wie sich die Spieler im Offensivspiel positionieren, ist immer wieder variabel – wir müssen hier sehr aufmerksam sein. Es wird am Samstag wieder ein 50:50-Duell, in dem wir gerne wieder in Führung gehen und diese dann auch bis zum Schluss verteidigen dürfen.“

Darmstadt hat mittlerweile ein sehr reifes Auftreten. Sie bringen zwar eine Grundstruktur mit, aber wie sich die Spieler im Offensivspiel positionieren, ist immer wieder variabel – wir müssen hier sehr aufmerksam sein.

Horst Steffen

Die SV Elversberg reist also mit einer klaren Marschroute nach Darmstadt: Die positiven Erkenntnisse aus dem vergangenen Spiel mitnehmen, die Fehler minimieren und sich gegen einen spielstarken Gegner behaupten. Ob es gelingt, erneut gegen die „Lilien“ zu triumphieren, wird sich am Samstag zeigen.

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