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SVE schreibt Geschichte – Zum ersten Mal grüßt die #ELV von der Tabellenspitze

Erstmals grüßt die SV Elversberg von der Tabellenspitze der 2. Bundesliga: Mit einem 3:0 Auswärtssieg bei Eintracht Braunschweig schreibt Horst Steffen mit seiner Mannschaft Geschichte. 

Die SV Elversberg hat Historisches erreicht: Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte grüßt der Verein von der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Mit einem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg gegen Eintracht Braunschweig sicherten sich die Saarländer am vergangenen Sonntag die Spitzenposition. Ein Erfolg, der nicht nur bei den mitgereisten Fans, die lauthals „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierten, für ausgelassene Freude sorgte, sondern auch den gesamten Verein in Euphorie versetzt.

„Das ist nahezu unglaublich“, zeigte sich Trainer Horst Steffen nach dem Spiel begeistert. Der 55-jährige Fußballlehrer hat die Erfolgsgeschichte der SV Elversberg maßgeblich geprägt. Seit seiner Übernahme im Oktober 2018, damals noch in der Regionalliga Südwest, führte er die Mannschaft mit zwei Meisterschaften in Serie von der vierten in die zweite Liga. Nun, im erst 50. Zweitligaspiel der Vereinsgeschichte, konnte er sich mit seiner Mannschaft sogar an die Spitze der Liga setzen. „Es ist ein tolles Gefühl“, sagte Steffen, blieb aber wie gewohnt bodenständig: „Wir wissen, wie eng die Liga ist. Der Tabellenführer wechselt gefühlt alle paar Minuten. Wir genießen den Moment, aber unser Fokus liegt schon auf dem nächsten Spiel.“ Dieser Fokus scheint ein Schlüssel zu sein, denn die SVE überzeugt nicht nur durch Spielfreude, sondern auch durch Konstanz.

Wir wissen, wie eng die Liga ist. Der Tabellenführer wechselt gefühlt alle paar Minuten. Wir genießen den Moment, aber unser Fokus liegt schon auf dem nächsten Spiel.

Horst Steffen

Stichwort Konstanz: Der Hauptakteur des jüngsten Erfolgs war erneut Fisnik Asllani. Der 22-jährige Kosovare, der erst im Sommer von Austria Wien nach Elversberg gewechselt war, erzielte gegen die „Löwen“ gleich zwei Treffer und erhöhte sein Saisontorkonto auf zehn. Hinzu kommen fünf Assists, womit Asllani derzeit gemeinsam mit Marvin Wanitzek vom Karlsruher SC die Scorerliste der Liga anführt. „Ich hätte mir am Anfang der Saison nicht träumen lassen, dass es so gut läuft“, strahlte der Angreifer nach dem Spiel. Sein zweites Tor war ein echtes Highlight: Nach einem perfekten Pass von Muhammed Damar ließ er sowohl Verteidiger Jannis Nikolaou als auch Braunschweigs Torhüter Marko Johansson aussteigen, bevor er souverän zum 2:0 einschob. „Das sind unvergessliche Momente“, schwärmte Asllani und fügte hinzu: „Elversberg ist ein kleiner Verein, wenn man uns mit anderen in der Liga vergleicht. Aber wir stehen jetzt auf Platz eins. Das zeigt, was mit harter Arbeit und Teamgeist möglich ist.“ Trotz aller Freude weiß auch Asllani um die Herausforderungen: „Die Spitzengruppe ist brutal eng. Wir müssen weiter einhundert Prozent geben und einfach Spaß haben.“

Elversberg ist ein kleiner Verein, wenn man uns mit anderen in der Liga vergleicht. Aber wir stehen jetzt auf Platz eins. Das zeigt, was mit harter Arbeit und Teamgeist möglich ist.

Fisnik Asllani

Dabei sah es in der ersten Halbzeit des Spiels in Braunschweig keineswegs nach einem klaren Sieg der Saarländer aus. Vor 18.803 Zuschauern im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße hatte zunächst die Heimmannschaft die besseren Chancen. Eintracht-Coach Daniel Scherning zeigte sich trotz der Niederlage durchaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben 60 Minuten lang ein ordentliches Spiel gemacht, aber am Ende nicht so dagegengehalten, wie es nötig gewesen wäre.“

Nach einer schwachen ersten Halbzeit kam die SVE jedoch deutlich verbessert und mutiger aus der Kabine. Dieser Mut zahlte sich aus: In der 65. Minute drückte Asllani einen abgefälschten Schuss zum 1:0 über die Linie. Von da an spielte Elversberg befreit auf und belohnte sich mit zwei weiteren Treffern. In der Nachspielzeit setzte Maurice Neubauer mit dem 3:0 den Schlusspunkt.

Der Erfolg gegen Braunschweig war ein Sinnbild für die Stärke der Mannschaft: eine Mischung aus individuellen Glanzleistungen und mannschaftlicher Geschlossenheit. Spieler wie Muhammed Damar, der trotz einer Fußprellung von der Bank aus mit einem präzisen Pass das zweite Tor vorbereitete, oder Maurice Neubauer, der mit seinem Treffer in der Nachspielzeit ein Ausrufezeichen setzte, zeigen, dass der Erfolg auf mehreren Schultern verteilt wird. „Es macht einfach Spaß, Teil dieser Mannschaft zu sein“, sagte Damar, der nach dem Spiel ebenfalls zufrieden wirkte. „Wir arbeiten hart füreinander und glauben an unsere Stärken.“

Wir arbeiten hart füreinander und glauben an unsere Stärken.

Muhammed Damar

Auch wenn die Freude über die Tabellenführung groß ist, bleibt der Blick bei der SV Elversberg nach vorn gerichtet. Vor der Winterpause steht noch ein Heimspiel in der URSAPHARM-Arena an, und ausgerechnet Schalke 04, der Bundesliga-Absteiger und Traditionsverein, wird zu Gast sein. Mit einem Sieg könnte Elversberg auf Platz eins überwintern. „Das würde ich direkt unterschreiben“, scherzte Asllani und verriet das Erfolgsrezept: „Wir bleiben bei uns, arbeiten weiter und genießen die Zeit.“ Und genau das macht die SVE in dieser Saison so besonders: die Balance zwischen Bodenständigkeit und Euphorie, zwischen harter Arbeit und purem Fußballspaß.

Mit dieser Mischung hat die SV Elversberg nicht nur die Herzen ihrer Fans erobert, sondern auch gezeigt, dass im Saarland Fußballgeschichte geschrieben werden kann. Und wer weiß – vielleicht ist die Tabellenführung erst der Anfang eines weiteren Kapitels in dieser außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte.

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