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Technischer Defekt bremst Tarek Hamadeh‑Spaniol bei der ADAC Rallye Mittelrhein

Neuer Motor, neues Getriebe – und eine intensive Vorbereitungszeit: Mit viel Arbeit im Vorfeld reiste das Team um Tarek Hamadeh‑Spaniol zum dritten Lauf der Deutschen Rallye Meisterschaft nach Wittlich. Gemeinsam mit seinem Berliner Co‑Piloten Henry Wichura startete Tarek im Citroën C2R2 Max in die ADAC Rallye Mittelrhein – voller Vorfreude auf die legendären Strecken in den Weinbergen der Mosel.

Starker Auftakt – und turbulente Szenen im Cockpit

Der Start in das Rallye‑Wochenende verlief perfekt. Auf der ersten Wertungsprüfung setzte das HYLO®‑Duo sofort die Klassenbestzeit.

Doch bereits vor Beginn der zweiten WP nahm das Wochenende eine unglückliche Wendung. Ein gelöstes Kabel verhinderte plötzlich, dass sich das Seitenfenster schließen ließ – ein klarer Regelverstoß, der einen Start in die Prüfung unmöglich machte.

„Ein Stecker vom elektrischen Fensterheber hatte sich gelöst, sodass Henry seine Fensterscheibe nicht mehr schließen konnte. Das Reglement schreibt eine geschlossene Scheibe vor, sodass wir zurücksetzen mussten, um das Problem zu lösen. Wir hatten das Kabel relativ schnell wieder dran, mussten uns aber hinter den anderen Fahrzeugen, die am Start standen, einordnen und bekamen vorher keinen Zeiteintrag in der Bordkarte. Das führte im Endeffekt zu etwas harten 14 Strafminuten. Damit war die Rallye an diesem Punkt eigentlich bereits gelaufen“, erklärt Tarek.

Damit war die Rallye an diesem Punkt eigentlich bereits gelaufen.

Tarek

Unmittelbar danach folgte der nächste Rückschlag: Kurz nach dem Start der zweiten WP brach beim Hochschalten der Schalthebel am Citroën C2R2 Max ab. Eine Weiterfahrt war zunächst nicht möglich – das Rallye‑Wochenende schien bereits am Samstag beendet.

Dank der schnellen Hilfe von Freunden konnte jedoch noch am selben Abend ein Ersatz‑Schalthebel organisiert und eingebaut werden. Damit war ein Restart unter Super‑Rallye‑Bedingungen am Sonntag möglich.

Starkes Comeback am Sonntag

Trotz der zahlreichen Strafminuten ließ sich das Team nicht entmutigen. Die Chancen auf ein Spitzenresultat waren zwar dahin, doch Tarek und Henry zeigten eine starke Pace und fuhren am Sonntag in der Klasse NC3 alle Bestzeiten.

Natürlich ist es ärgerlich zu wissen, was ohne den Defekt möglich gewesen wäre. Aber wir nehmen vor allem das Positive mit: Unser Tempo hat gestimmt, das Auto lief nach der intensiven Vorbereitungszeit – bis auf den Schalthebel – tadellos. Das gibt uns viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Blick nach vorn: Heimspiel in Illingen

In zwei Wochen steht mit der ADAC Saarland‑Pfalz‑Rallye der vierte Lauf der Deutschen Rallye Meisterschaft auf dem Programm. Beim Heimspiel rund um Illingen wird Anna‑Lena Mergen wieder auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Gemeinsam möchte das Team an die Performance vom Sonntag anknüpfen und wichtige Meisterschaftspunkte sammeln.

Die ADAC Rallye Mittelrhein zeigte einmal mehr, wie eng Erfolg und Rückschlag im Rallyesport beieinanderliegen. Trotz aller Herausforderungen hat Tarek mit seinem Team Kampfgeist, Tempo und starke Nerven bewiesen. Wir blicken optimistisch auf das Heimspiel im Saarland und wünschen Tarek und Anna‑Lena eine erfolgreiche und sichere Rallye Saarland‑Pfalz.

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