Wiederholung erwünscht – SVE will erneut gegen den HSV triumphieren

In der vergangenen Saison schlug die SV Elversberg den Hamburger SV in der heimischen URSAPHARM-Arena. Auch in dieser Saison soll das gelingen – trotz eines wichtigen personellen Fragezeichens.
Die SV Elversberg bereitet sich auf ein erneutes Duell gegen den Hamburger SV vor. Nach einem 2:2-Gesamtstand aus den beiden Spielen der letzten Saison treffen die beiden Teams am Samstag um 13 Uhr wieder aufeinander. Die Partie in der URSAPHARM-Arena in Elversberg verspricht ein besonderes Highlight zu werden – mit einem vollen Stadion, einer elektrisierenden Atmosphäre und einem Gegner, der nach wie vor als Topfavorit für den Aufstieg in die Bundesliga gilt. Doch SVE-Coach Horst Steffen und sein Team sind vorbereitet und hochmotiviert, den aktuellen Tabellendritten zu fordern und ihren Heimvorteil zu nutzen.
Für den Gastgeber, der in seiner Premierensaison in der 2. Bundesliga auf einem beeindruckenden achten Platz landete und momentan nach neun Spieltagen erneut auf Platz acht steht, ist dies ein bedeutendes Heimspiel. Der 2:1-Erfolg gegen den HSV in der vergangenen Saison ist noch frisch in Erinnerung, und das Team möchte diese Leistung wiederholen. „Ich freue mich auf ein volles Haus und eine gute Stimmung unserer Fans, die wir auch mit einem guten Spiel belohnen wollen“, sagte Steffen vor der Partie. Doch der Respekt gegenüber den Hamburgern ist unüberhörbar. „Der HSV verfügt über eine enorme Qualität. Auch auf der Bank sitzen Spieler, die sicherlich in vielen anderen Clubs dieser Liga Stammspieler wären. Wir müssen am Samstag sehr gut sein und unsere Leistung bringen, um den HSV schlagen zu können“, betonte der Coach.
Ich freue mich auf ein volles Haus und eine gute Stimmung unserer Fans, die wir auch mit einem guten Spiel belohnen wollen.
Horst Steffen
Die Begegnung wird allerdings durch personelle Fragezeichen auf beiden Seiten beeinflusst. Während der HSV auf den verletzten Toptorjäger Glatzel und den gesperrten Kapitän Schonlau verzichten muss, steht bei Elversberg hinter dem Einsatz von Robin Fellhauer ein Fragezeichen. Der Mittelfeldkapitän brach das Training am Donnerstagmorgen aufgrund leichter Oberschenkelprobleme ab, und es steht noch nicht fest, ob er bis Samstag fit wird. Ein Ausfall Fellhauers wäre ein Rückschlag, insbesondere da mit Semih Sahin ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler aufgrund einer Wadenverletzung ausfällt. Fellhauer selbst war kürzlich in einer entscheidenden Rolle beim 1:1-Unentschieden gegen Preußen Münster. In dieser Woche zeigte er sich noch unzufrieden mit dem späten Punktgewinn in Münster: „Ganz gelöst ist die Stimmung bei mir noch nicht. Ich hätte gerne in Münster gewonnen. Die Möglichkeiten waren da. Es ist zwar eine kleine Auszeichnung für uns, dass sich jetzt auch Zweitliga-Mannschaften gegen uns nur hinten reinstellen, trotzdem wären mir drei Punkte lieber gewesen“, so Fellhauer. Sein Coach Steffen lobte die Leistung des Kapitäns, der in der 84. Minute den wichtigen Ausgleich erzielte, in den höchsten Tönen: „Ich lobe ja äußerst selten einzelne Spieler, aber was Robin Fellhauer am Samstag gemacht hat, war schon außergewöhnlich. Er gewann fast jeden Zweikampf, war überall auf dem Platz zu finden und ist vorangegangen wie ein Kapitän.“ Vielleicht wird der Kapitän am Samstag aber fehlen.
Aus dem Elversberger-Verletztenlager gibt es aber auch positive Nachrichten: Gegen den HSV könnte auch Tom Zimmerschied seinen ersten Einsatz feiern. Der Offensivspieler, der von Dynamo Dresden kam und kürzlich nach Verletzung erstmals im Kader stand, ist spielbereit. „Ich bin froh, dass ich wieder auf dem Platz bin, keine Schmerzen mehr habe und voll mit dem Team trainieren kann“, sagte Zimmerschied. Sollte er fit genug für einen Einsatz sein, könnte er mit seiner Schnelligkeit und Stärke im Eins-gegen-Eins eine wertvolle Ergänzung für das Team darstellen. Auch Frederik Jäkel, der nach seiner Kreuzbandoperation intensiv an seinem Comeback arbeitet, wird bald zurückerwartet und könnte ab Dezember eine wichtige Rolle in der Innenverteidigung übernehmen. „Es fühlt sich gut an. Die Krafttests waren durch die Bank sehr positiv“, kommentierte Jäkel seine Fortschritte im Reha-Prozess. Sein Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining ist nur noch eine Frage der Zeit, und das Team hofft auf die Stabilität, die er schon in der vergangenen Saison bewies.
Wenn man die Entwicklung von Elversberg in den vergangenen Jahren beobachtet, dann haben sie in der Regionalliga lange um die oberen Plätze mitgespielt und sind dann mit sehr gutem Fußball in einem Ruck in die 2. Liga durchmarschiert.
Steffen Baumgart
Doch nicht nur die SVE ist voller Zuversicht – auch beim Hamburger SV ist die Motivation hoch, den Dreier aus dem Saarland mitzunehmen. Der HSV hat in den letzten drei Partien trotz Verletzungssorgen sieben Punkte geholt und gehört zweifellos zu den gefährlichsten Gegnern der Liga. Steffen Baumgart, der HSV-Trainer, zeigt Respekt vor der Leistung und dem Aufstieg von Elversberg: „Wenn man die Entwicklung von Elversberg in den vergangenen Jahren beobachtet, dann haben sie in der Regionalliga lange um die oberen Plätze mitgespielt und sind dann mit sehr gutem Fußball in einem Ruck in die 2. Liga durchmarschiert.“ Er lobt die Einsatzbereitschaft und die starke Defensive der SVE, die sich in den letzten Wochen auch als laufstarke und offensivfreudige Mannschaft erwiesen hat. „Es ist eine sehr gute Zweitliga-Mannschaft, die mit guten Ergebnissen in der Tabelle weiter nach oben rücken kann und wird“, sagt Baumgart. Doch er stellt klar: „Wir werden alles daransetzen, eine hohe Konzentration an den Tag zu legen. Wir wollen in Elversberg natürlich ein positives Ergebnis.“
Am Samstag erwartet die Zuschauer an der Kaiserlinde ein emotionales und spannungsgeladenes Duell, das eine Vielzahl von Szenarien bereithält. SVE-Coach Horst Steffen warnt vor der individuellen Stärke des HSV und dessen Fähigkeit, sowohl durch Konter als auch Standards gefährlich zu werden. „Der HSV hat fußballerisch sehr gute Jungs, die individuell viele Situationen lösen können. Sie sind dazu stark im Umschalten und können über Kontersituationen, aber auch Standards gefährlich werden. Wir müssen hier unsere Lösungen erarbeiten“, betonte Steffen. Das Team wird alles daransetzen, die Konzentration hochzuhalten und die Defensive zu stärken, um den HSV zum zweiten Mal auf heimischem Rasen zu besiegen.