Wiedersehen in der 2. Liga – nach mehr als 10 Jahren

Die SV Elversberg spielt am kommenden Samstag um 13:00 Uhr beim SC Preußen Münster. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit einem ehemaligen Jugendtrainer der SVE: Preußen-Trainer Sascha Hildmann war schon in der Jugend für den Verein als Trainer tätig.
Die Akkus sind nach der Länderspielpause wieder aufgeladen, die zweite Liga steht in den Startlöchern. Die SV Elversberg muss zum Aufsteiger nach Münster und will dort die guten Leistungen vor der Länderspielpause bestätigen. Dabei treffen sie auf einen Gegner, der zwar erst fünf Punkte auf seinem Konto hat, dabei jedoch mehr möglich gewesen wären. Beide Trainer, Horst Steffen und Sascha Hildmann, äußerten sich vor dem Spiel ähnlich darüber. „Der Saisonstart ist für sie unglücklich gelaufen“, analysiert Steffen. „Münster hat eine Mannschaft, die in der Tabelle gerade nicht da steht, wo sie spielerisch stehen könnte. Wenn ich mir nur die Werte anschaue, die sie erspielt haben – mit Großchancen oder Expected Goals –, sind sie gleichauf mit uns. Ich habe mir viele Spiele von Preußen Münster angeschaut und immer das Gefühl gehabt, dass sie nicht unbedingt verlieren müssen. Sie haben einfach gerade keinen glücklichen Lauf, aber wir wollen sie am Samstag auch nicht dazu bringen, dass es jetzt für sie glücklicher wird.“ Auch Hildmann weiß, dass sie sich für die gezeigten Leistungen nicht oft genug belohnt haben: „Wenn wir eines in den ersten acht Zweitliga-Spielen gelernt haben, ist es, dass zwischen Sieg und Niederlage das Glück eine große Rolle spielen kann. Wir müssen gegen Nürnberg und Schalke gewinnen und verspielten Führungen durch halbe Eigentore. Wir wollen am Samstag einfach nur gut spielen“, stellt der ehemalige Jugendtrainer der SVE die Leistung und nicht das Ergebnis in den Vordergrund.
Wir haben die SVE schon analysiert. Das Umschaltspiel ist klasse, und es kommt eine eingespielte Mannschaft zu uns.
Sascha Hildmann
Doch nicht nur auf der Elversberger Seite, sondern auch auf Seiten der Münsteraner ist der Respekt groß: „Ganz stark. Wir haben die SVE schon analysiert. Das Umschaltspiel ist klasse, und es kommt eine eingespielte Mannschaft zu uns. Es wird ein tolles Spiel, und wir sind jetzt schon mit 12 000 Zuschauern ausverkauft“, sagt Sascha Hildmann im exklusiven Interview mit der Saarbrücker Zeitung. Auch zur Entwicklung der SVE in den vergangenen Jahren gab der Pfälzer ein Statement ab: „Das Elversberg diesen Weg einschlagen würde, war mir damals schon klar. Im ganzen Verein waren professionelle Strukturen, und jeder wollte den nächsten Schritt machen. Natürlich ist es wie bei uns auch eine Sensation, dass es direkt in die 2. Liga ging, aber es wundert mich nicht.“
Wir wollen am Samstag erfolgreich sein und ein gutes Spiel zeigen.
Horst Steffen
Bei diesem intensiven Spiel kann Horst Steffen nicht auf seine bekannten Langzeitverletzten zurückgreifen, Semih Sahin jedoch fällt ebenfalls verletzungsbedingt aus. Der restliche Kader ist dabei komplett, auch die Nationalspieler Fisnik Asllani und Elias Baum sind wohlbehalten ins Saarland zurückgekehrt. Die Marschrichtung für Samstag ist dementsprechend klar: „Wir wollen am Samstag erfolgreich sein und ein gutes Spiel zeigen“, sagt Horst Steffen. „Münster hat eine Spielanlage, die für diese Liga speziell ist. Wir müssen Fehler erzwingen und auch im Abschluss gut sein, um etwas mitzunehmen.“