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3 von 7: Die Cook Strait – ein Wettlauf gegen Strömungen, Kälte und die Zeit

Andreas Waschburgers dritte Herausforderung ist geschafft – Cook Strait, Neuseeland

Mit der Durchquerung der Cook Strait in Neuseeland hat Andreas Waschburger ein weiteres Kapitel seines Ocean’s Seven-Projekts geschrieben. Der dritte Abschnitt dieser einzigartigen Herausforderung markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg, alle sieben der anspruchsvollsten Meerengen der Welt zu bewältigen.

Am Dienstagmorgen – 25. März 2025 – Ortszeit Neuseeland – wagte „Waschi“ den Sprung in die 15 bis 16 Grad kalten Fluten der Cook Strait. Unter der erfahrenen Führung seines Skippers, Philip Rush, startete er von der Südinsel aus und durchquerte die Meerenge in einer bemerkenswerten Zeit von 5 Stunden, 13 Minuten und 57 Sekunden.

Ein Kampf gegen die Elemente und die Zeit

Geduld gefragt: Der Versuch, die Cook Strait zu durchqueren, war geprägt von Wetterunsicherheiten. Das Zeitfenster für einen Start erstreckte sich vom 20. bis zum 26. März. Mehrere Tage des Wartens und Beobachtens gingen dem Start voraus. Stürmische Winde und die Tücken der Gezeiten machten eine frühere Durchquerung unmöglich. Andreas und sein Team mussten sich in Geduld üben, bis die Bedingungen kurz vor Ende des Slots am 25. März endlich den Sprung ins Wasser zuließen.

Der Tag beginnt früh: Nach einer intensiven Vorbereitung begann die Challenge um 07.30 Uhr am Morgen zunächst mit einer 90-minütigen Überfahrt vom „Mana Cruising Club“ auf der Nordinsel zum Startpunkt auf der Südinsel. Von hier aus begann anschließend Waschis Kampf gegen die Naturgewalten. Von Beginn an forderten starke Gegenströmungen seine physische und mentale Stärke. Bis zur Hälfte der Strecke lag Waschburger sogar unter Weltrekordzeit, doch die letzten fünf Kilometer wurden durch so starke Strömungen geprägt, dass Andreas das Gefühl hatte, auf der Stelle zu schwimmen – ein Kampf gegen die Natur, bei dem das Ankommen die oberste Devise wurde. Wie er selbst sagte:

Es zog sich wie Kaugummi, und kurz hatte ich Angst, dass ich wie einige Schwimmer zuvor scheitere.

Unaufhaltsam: Selbst von einer Tsunami-Warnung ließ sich das Team nicht aus der Ruhe oder vom Kurs bringen – zeitgleich während des Versuchs gab es ein Erdbeben der Stärke 6,7 ca. 160 km vor der südlichen Küsten der Südinsel, das glücklicherweise ohne gravierende Folgen blieb.

Das Gesamtergebnis zählt: Trotz dieser Bedingungen erreichte Andreas die Nordinsel in einer hervorragenden Zeit von 5:13:57 Stunden für eine zurückgelegte Strecke von 24,6 km. Zwar blieb ein Weltrekord diesmal aus, aber Andreas verfolgt ohnehin ein größeres Ziel: die beste Gesamtzeit für die Ocean’s Seven. Nach drei von sieben Etappen führt er mit einem Vorsprung von über sechs Stunden und sieht seine Strategie auf Kurs. Wie er selbst nach dem Schwimmen sagte:

Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der richtigen Strategie diesen Gesamtrekord knacken können. Mein Ziel war es, sicher durchzukommen und ein weiteres Kapitel der Ocean’s Seven zu schreiben.

Eine spannende Randnotiz

Am selben Tag waren insgesamt vier Schwimmer auf der Cook Strait unterwegs – eine seltene Konstellation, die die Intensität der Bedingungen widerspiegelt. Das schlechte Wetter der Vortage sorgte dafür, dass sich die Zeitfenster mehrerer Schwimmer überlagerten. Über ein Tracking-Tool konnten Zuschauer die Routen aller Schwimmer verfolgen und sehen, wie unterschiedlich die Strömungen und Gezeiten jeden Schwimmversuch beeinflussen. Die kürzeste Strecke – Ideallinie zwischen beiden Inseln – beträgt 22 km. Waschi schwamm strömungsbedingt 24,6 km.

Gemeinsam zum Ziel

Das Projekt lebt vom Teamgeist. Neben der Unterstützung durch HYLO® als Hauptsponsor, trugen zahlreiche Experten wie Trainer, Ernährungsberater und Physiotherapeuten dazu bei, dass Waschi erneut eine Spitzenleistung abrufen konnte. Besonders hervorzuheben ist die lokale Expertise von Philip Rush und seinem Team, die maßgeblich dazu beitrugen, dass die unberechenbaren Strömungen der Cook Strait Andreas nicht aufhalten konnten.

Ocean’s Seven

Die ultimative Herausforderung für Andreas Waschburger

Alles zu den bisherigen Weltrekorden, Einblicke in die Versuche und weitere Updates gibt es hier in der Übersicht.

Die Reise geht weiter

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt Andreas und seinem Team nicht: Nach der Rückkehr ins Saarland am Sonntag muss er bereits am folgenden Freitag (04. April) wieder aufbrechen – dieses Mal nach Gibraltar, wo ihn ab Montag, 7. April, das nächste Startfenster erwartet. Die Straße von Gibraltar, die Meerenge zwischen Europa und Afrika, wird die vierte von sieben Etappen seines Ocean’s-Seven-Abenteuers.

Mission 4 von 7 steht in den Startlöchern – und Andreas ist bereit, sich der nächsten Herausforderung zu stellen.