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Tsugaru-Straße gemeistert: Waschburger bezwingt die fünfte Etappe der Ocean’s Seven

Andreas Waschburger ist seinem großen Ziel, alle Etappen der Ocean’s Seven zu meistern, ein bedeutendes Stück näher gekommen. Dieses Mal nahm er es mit der legendären Tsugaru-Straße im Norden Japans auf. Die Meerenge zwischen den japanischen Hauptinseln Honshu und Hokkaido gilt als eine der schwersten Distanzen der Ocean’s Seven – das kann Waschi nun auch bestätigen.

Meilensteine der Tsugaru-Straße

Die Tsugaru-Straße zählt zu den jüngeren Etappen der Ocean’s Seven. Am 7. Juli 1990 gelang dem US-Amerikaner David Yudovin die erste offiziell anerkannte Solo-Querung – nach 13 Stunden und 10 Minuten erreichte er das gegenüberliegende Ufer. Die erste Frau, die die Strecke erfolgreich durchschwamm, war Miyuki Fujita aus Japan. Sie absolvierte die Distanz im Jahr 2005 in 11 Stunden und 36 Minuten. Aktueller Rekordhalter ist Steven Munatones (USA) mit einer Bestzeit von 6 Stunden und 11 Minuten.

Nichts für schwache Nerven

Wie jeder Abschnitt der Ocean’s Seven ist auch die Tsugaru-Straße kein leichtes Unterfangen. Grund dafür sind die extremen Gezeitenunterschiede zwischen Pazifik und Japanischem Meer, die zu plötzlichen Strömungswechseln führen können. Hinzu kommen die notorisch wechselhaften Wetterverhältnisse, die in der Bucht von Mutsu innerhalb kürzester Zeit umschlagen können. Und als wäre das nicht genug: Das Seegebiet gehört auch zu den aktiveren maritimen Lebensräumen – inklusive Begegnungspotenzial mit Quallen, Delfinen oder diversen Haiarten. Damit ist die Tsugaru-Straße eine der technisch anspruchsvollsten Strecken der Ocean’s Seven, die viel Kraft und Zeit kostet.

Tokio, Training, Tsugaru

Der Startschuss für die Mission Japan fiel am 28. Juni mit dem Flug nach Tokio. Dort bereitete sich Waschburger mit seinem Team ab dem 29. Juni in täglichen Doppelsessions auf die Durchquerung vor. Einen Tag später fand das erste Treffen mit dem lokalen Bootsführer statt – eine wichtige Koordinationsetappe vor dem eigentlichen Schwimmversuch. Anschließend folgte der Transfer mit dem Shinkansen in den Norden des Landes nach Aomori. Am 8. Juli dann der große Tag: Los ging es in den frühen Morgenstunden, kurz nach 4 Uhr Ortszeit.

Angepeilt war zunächst die 20-Kilometer-Kurzstrecke, die allerdings nur bei Idealbedingungen möglich ist.Aufgrund der lokalen Gegebenheiten musste er dann letztendlich auf die längere 30-Kilometer-Strecke ausweichen. Am Ende waren es wegen starker Strömungen sogar 45 Kilometer, die Waschi im Wasser zurücklegte. Gesamtzeit: 8:43:21 Stunden.

Für Waschburger war diese Distanz alles andere als angenehm:

Beim Schwimmen ging es mir nicht so gut. Es war ein harter Kampf und kein Ende in Sicht. Stellenweise habe ich für zwei Kilometer 45 Minuten gebraucht.

„Ich bin dennoch stolz, dass ich die durch die extreme Strömung mehr als doppelt so weite Strecke in einer guten Zeit geschafft habe“, ergänzte Waschburger stolz nach seiner Ankunft.

Mission fast fertig

Mehr als die Hälfte der Ocean’s Seven ist nun geschafft. Obwohl er in Japan den aktuellen Rekord nicht brechen konnte, ist er mit seiner Gesamtzeit über die bisherigen fünf Strecken immer noch gut auf Kurs. Eine lange Pause wird es aber nicht geben: In nur vier Wochen wird sich Waschburger der nächsten Herausforderung stellen. Die vorletzte Etappe ist die Querung des Catalina Channels vor Los Angeles. Anschließend folgt das große Finale im North Channel, der Nordirland und Schottland verbindet.

Ocean’s Seven

Die ultimative Herausforderung 
für Andreas Waschburger

Alles zu den bisherigen Weltrekorden, Einblicke in die Versuche und weitere Updates gibt es hier in der Übersicht.